{"id":1154,"date":"2013-09-23T12:48:23","date_gmt":"2013-09-23T10:48:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.derpassauer.de\/ILZTALBAHN\/wordpress\/?p=1154"},"modified":"2013-09-23T12:48:23","modified_gmt":"2013-09-23T10:48:23","slug":"neue-heimat-fur-alten-waggon","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.derpassauer.de\/ILZTALBAHN\/wordpress\/2013\/09\/neue-heimat-fur-alten-waggon\/","title":{"rendered":"Neue &#8222;Heimat&#8220; f\u00fcr alten Waggon"},"content":{"rendered":"<p>Passauer Neue Presse, Ausgabe Freyung, 9.9.2013<br \/>\nVon Anna Gais<\/p>\n<p><strong>Neue \u201eHeimat\u201c f\u00fcr alten Waggon<\/strong><\/p>\n<p>Freyung. Der Bahnhof Freyung hat einen &#8222;Dauergast&#8220; auf Schienen bekommen: Ein sch\u00f6ner alter Eisenbahnwaggon steht ein paar Meter abseits vom Bahnhofsgeb\u00e4ude auf dem Gleis. Einige Mitglieder des F\u00f6rdervereins Ilztalbahn haben den \u00fcber 80 Jahre alten Waggon vor wenigen Monaten gekauft. <\/p>\n<p>Erklimmt man den hohen Waggon \u00fcber die drei Stufen und betritt dann den Innenraum, f\u00fchlt man sich an fr\u00fchere Zeiten erinnert; man sp\u00fcrt fast den Geist einstiger Zugfahrten und stellt sich die Frage, wohin der alte Waggon wohl schon \u00fcberall gefahren ist. <\/p>\n<p>&#8222;F\u00f6rderverein Ilztalbahn&#8220;-Mitglied Matthias Binder wei\u00df: &#8222;Der Waggon war fr\u00fcher ein so genannter Bauzugwagen. Wenn irgendwo in Deutschland eine Strecke umgebaut wurde und Gleise verlegt wurden, diente der Waggon den Arbeitern der Gleisbaufirmen als Schlaf- und Wohnbereich.&#8220; <\/p>\n<p>Die originelle Idee, einen alten Waggon zu kaufen und herzurichten, hatten einige F\u00f6rdervereins-Mitglieder. Zuletzt stand der Waggon im Bahnhof Kalteneck. Nachdem ein Wagenmeister das alte Gef\u00e4hrt abgenommen hatte, transportierte ihn eine Kleinlokomotive der Passauer Eisenbahnfreunde nach Freyung. <\/p>\n<p>Verdreckt, rostig, ungem\u00fctlich \u2212 so sah der Waggon anfangs aus. Jetzt erstrahlt er in neuem Glanz. Mit viel Liebe und noch mehr Arbeit haben einige der F\u00f6rdervereins-Mitglieder den ausrangierten Waggon restauriert und versch\u00f6nert. Unz\u00e4hlige Arbeitsstunden haben sie in das alte Gef\u00e4hrt investiert. Viele Firmen aus unserem Landkreis haben die Restaurierung durch zahlreiche Materialspenden m\u00f6glich gemacht. Horst Reu\u00df aus Ort hat einen Gro\u00dfteil der Farben zum Streichen des Waggons zur Verf\u00fcgung gestellt. Der heruntergekommene Waggon musste zuerst komplett abgeschliffen und dann gestrichen werden. Zus\u00e4tzlich herrschten drau\u00dfen nahezu tropische Temperaturen. Reu\u00df scherzt: &#8222;Dabei habe ich mir noch einen heftigen Sonnenbrand geholt.&#8220; Er untersteicht jedoch: &#8222;Ich habe das nat\u00fcrlich, wie alle anderen auch, sehr gerne gemacht.&#8220; <\/p>\n<p>Der Waggon leuchtet nun in der Farbe gr\u00fcn \u2212 die Farbe, die auch die Ilztalbahn symbolisiert. <\/p>\n<p>Der Waggon erf\u00fcllt nat\u00fcrlich auch eine Funktion. Der recht gro\u00dfe Zugwagen besteht aus zwei Abteilen. Das erste Abteil soll als Aufenthaltsraum f\u00fcr Zugg\u00e4ste der Ilztalbahn fungieren. Auch Zugbegleiter und Lokf\u00fchrer k\u00f6nnen das Wagenabteil mitnutzen. Noch ist es nicht vollst\u00e4ndig fertig. Finden sich die Reisenden zum Beispiel zu fr\u00fch am Bahnhof ein, k\u00f6nnen sie den Waggon nutzen und es sich auf den einladenden Sitzgelegenheiten gem\u00fctlich machen \u2212 in dieser Zeit, in der sich der Sommer langsam verabschiedet und wir bald den k\u00fchleren Herbst begr\u00fc\u00dfen k\u00f6nnen, eine willkommene Einladung. Ansonsten gibt es am Freyunger Bahnhof ja so gut wie keine Sitzpl\u00e4tze. <\/p>\n<p>Die Ilztalbahn auf der wildromantischen Strecke und die &#8222;schwarze Perle des bayerischen Waldes&#8220;, die Ilz, k\u00f6nnen die Zugg\u00e4ste ebenfalls im Waggon genie\u00dfen: Damit ja niemandem langweilig wird, befindet sich ein Bildschirm an der Wand, der die Zugg\u00e4ste mit interessanten Informationen \u00fcber die Ilztalbahn sowie traumhaften Impressionen des idyllischen Ilztals versorgt. Auch anderes Infomaterial, wie zum Beispiel Fahrpl\u00e4ne und Brosch\u00fcren, ist ausreichend vorhanden. <\/p>\n<p>Der zweite Raum wird f\u00fcr die &#8222;Bahner&#8220;, die Mitglieder des F\u00f6rdervereins Ilztalbahn genutzt, gelegentlich finden dort Treffen statt. Gem\u00fctlich sitzen die Eisenbahnfreunde zusammen und unterhalten sich. Hauptgespr\u00e4chsthema ist nat\u00fcrlich, wie k\u00f6nnte es anders sein, die Ilztalbahn. Es herrscht eine fr\u00f6hliche Stimmung, jeder f\u00fchlt sich in der ausgefallenen und doch recht passenden &#8222;Location&#8220; wohl. <\/p>\n<p>Neigt sich die gem\u00fctliche Runde dem Ende zu, wirft jeder etwas Geld in eine Dose, das zur weiteren Sanierung und Ausstattung verwendet wird. Kurzum: Man sp\u00fcrt das Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl der Mitglieder. <\/p>\n<p>Auch F\u00f6rdervereins-Vorsitzender Michael Liebl ist vom Waggon begeistert und &#8222;sehr dankbar f\u00fcr die Initiative einiger Mitglieder&#8220;. Der Waggon sei eine Bereicherung f\u00fcr Ilztalbahnreisende. Liebl sieht ihn als &#8222;Zeichen, dass der Endbahnhof Freyung immer mehr vervollst\u00e4ndigt wird&#8220;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Passauer Neue Presse, Ausgabe Freyung, 9.9.2013 Von Anna Gais Neue \u201eHeimat\u201c f\u00fcr alten Waggon Freyung. 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