Corona-Virus: Saisonstart verschoben

Wegen der Corona-Beschränkungen muss der für den 1. Mai 2021 geplante Saisonstart auf der Ilztalbahn verschoben werden. Einen Ersatztermin für den Saisonstart können wir noch nicht nennen.

Mit Blick auf die Gesundheit unserer Fahrgäste und unseres Zugpersonals ist der Saisonstart unter den aktuellen Corona-Inzidenzen nicht zu verantworten. Zudem untersagt die aktuelle Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung weiterhin den Betrieb von Eisenbahnen im Freizeit- und Tourismusverkehr.

Sobald es die Corona-Lage zulässt und der Tourismus im Bayerischen Wald wieder angelaufen ist, werden wir den Fahrbetrieb wieder aufnehmen. Bezüglich bereits gebuchter Gruppenfahrten bitten wir Sie, Kontakt mit uns aufzunehmen. Fahrkartengutscheine behalten ihre Gültigkeit, Saisonkarten werden auf Wunsch anteilig erstattet. Wir bitten um Verständnis!

Bis dahin verkehren auf der Strecke der Ilztalbahn nur Bauzüge. Die Arbeiten an der Strecke laufen unter Beachtung der Hygienemaßnahmen weiter. An den Bahnübergängen ist daher jederzeit mit Zugverkehr zu rechnen, das Betreten der Gleise ist verboten.

Über die aktuellen Entwicklungen zum Saisonstart informiert die Ilztalbahn GmbH auf ihrer Homepage www.ilztalbahn.eu.

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EU-Projekt „Vom Goldenen zum Eisernen Steig“ in Waldkirchen und Nové Údolí

Das Projekt „Vom Goldenen zum Eisernen Steig“

Der Goldene Steig, einer der wichtigsten, die Region zwischen Passau-Waldkirchen-Prachatitz in wirtschaftlicher, kultureller und sozialer Hinsicht prägenden Handelswege, wurde im 20. Jahrhundert vom Eisernen Steig, der grenzüberschreitenden Bahnlinie, abgelöst.

Ziel des Projekts ist der Erhalt und die Dokumentation des gemeinsamen kulturhistorischen Erbes der historischen Bahnverbindung in der Grenzregion, welches maßgeblich vom Goldenen bzw. Eisernen Steig beeinflusst ist. Dabei wird der denkmalgeschützte Bahnhof Waldkirchen vor dem Verfall bewahrt und mit der Einrichtung einer Ausstellung mit grenzübergreifender Bedeutung revitalisiert.

Die Ausstellung dokumentiert die länderverbindende Geschichte, kulturhistorisches Brauchtum, Leben und wirtschaftliche Entwicklung der Grenzregion im Zusammenhang mit dem Eisernen Steig. Parallel dazu werden am Grenzbahnhof Nove Udoli drei bestehende Waggons aus der Zeit des internationalen Betriebs restauriert und damit erhalten. In einem Waggon wird ergänzend zu Waldkirchen die Ausstellung zur kulturhistorischen Bedeutung der Bahnstrecke samt Modell des Dorfes Nove Udoli erweitert. Die bestehende „kürzeste internationale Bahnlinie“ wird renoviert und so vor dem Verfall bewahrt.

Die gesamte Maßnahme mit einem Investitionsvolumen von rund 360.000 Euro wird zu 85% gefördert. Die finanzielle Unterstützung erfolgt durch die Europäische Union im Rahmen des Programms zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit des Freistaats Bayern und der Tschechischen Republik (Ziel ETZ 2014-2020).

Zur Projektbeschreibung

Logo ETZ Bayern-Tschechien

Logo EU Fonds für regionale Entwicklung

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Zehn Jahre „neue“ Ilztalbahn!

Am 12. September 2010 war es endlich soweit: Nach tausenden ehrenamtlichen Arbeitsstunden fuhr der erste Zug auf der reaktivierten Bahnstrecke zwischen Waldkirchen und Freyung. Seit mittlerweile zehn Jahren bietet die Ilztalbahn für Einheimische und Touristen im Sommerhalbjahr einen attraktiven Freizeitverkehr auf einer der schönsten Bahnstrecken Deutschlands an.

Zur Feier des Jubiläums verkehrt von 12. September bis 4. Oktober 2020 nun samstags und sonntags der historische Schienenbus auf der Ilztalbahn.

Es gelten der reguläre Fahrplan und die regulären Fahrpreise. Auch die Anschlussbusse verkehren planmäßig. Im Schienenbus ist die Fahrradmitnahme leider nicht möglich.

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Ilztalbahn-Kalender 2021

Wir blicken zurück auf die ersten zehn Jahre der „neuen“ Ilztalbahn. Der Ilztalbahn-Kalender des Fördervereins für 2021 mit 12 schönen Motiven von unserer Bahnstrecke ist ab sofort zum Preis von 10 Euro erhältlich. Mit dem Kauf unterstützen Sie die Erhaltung der Ilztalbahn und des Bahnhofs Waldkirchen.

Wenn Sie einen Kalender bestellen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihrer vollständigen Anschrift an den Förderverein Ilztalbahn und überweisen Sie den Betrag von 10€ pro Kalender plus einmalig 1,55€ Versandkosten auf das Konto des Fördervereins (IBAN: DE22 7405 1230 0060 1133 47; BIC: BYLADEM1FRG; Sparkasse Freyung-Grafenau). Nach Geldeingang senden wir Ihnen den Kalender schnellstmöglich zu.

Der Kalender ist auch im Onlineshop der Ilztalbahn GmbH sowie in Buchhandlungen in der Umgebung erhältlich.

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Bericht von der Mitgliederversammlung

PNP Freyung vom 19.03.2020

Die „romantische Schiene“ als Vorbild

Versammlung des Fördervereins Ilztalbahn – Fahrplan 2020 wird kaum verändert und die Fahrpreise können konstant gehalten werden

Freyung. Noch bevor die Corona-Krise den Landkreis mit voller Härte traf, fand die Frühjahrsversammlung des Fördervereins Ilztalbahn statt. Wie auch in den vergangenen Jahren wurden zunächst die satzungsmäßigen Berichte abgegeben, insbesondere der Kassenbericht, und die Entlastung des Vorstands ausgesprochen.

Breiten Raum nahm der Ausblick auf die kommende Saison sowie eine Bewertung der verkehrspolitischen Gesamtsituation im Raum Passau und dem Bayerischen Wald ein. Im Anschluss wurde im Kreis aller Anwesenden ausführlich diskutiert.

Der Schienenverkehr in Deutschland ist allein Sache des Bundes und der Länder, darauf wies Michael Liebl, der Vorsitzende des Fördervereins Ilztalbahn in seinem Bericht hin. Die Kommunen sind dafür überhaupt nicht zuständig und müssen deshalb auch grundsätzlich keine Zahlungen für die Ertüchtigung einer Bahnstrecke und den Regelbetrieb leisten.

Der Bund habe gerade in jüngster Zeit die finanziellen Mittel für die Erhaltung der Bahnlinien erheblich aufgestockt und diese Mittel seien ausdrücklich auch für die Reaktivierung von Bahnstrecken vorgesehen. Anderswo habe man sofort gehandelt, etwa bei der Bahnstrecke entlang der Romantischen Straße von Dombühl (Kreis Ansbach) über Dinkelsbühl nach Nördlingen. Die touristisch bedeutsame Strecke sei etwa so lang wie die Ilztalbahn und werde nun mit einem Betrag von voraussichtlich mehr als 20 Millionen Euro aus dem Fördertopf des Bundes ertüchtigt und spätestens im Jahre 2024 wieder im Regelbetrieb befahren. Auch bei dieser Strecke habe es Bedenken gegeben, doch jetzt zögen Landkreis und Kommunen an einem Strang, weil man die großen Chancen für die Region sehe.

Das Reaktivierungsangebot des Freistaats Bayern für die Ilztalbahn liegt laut Liebl seit mehr als fünf Jahren auf dem Tisch, wie ein Geschenk, weil es den örtlichen Kommunen nahezu nichts koste, sondern ganz im Gegenteil Jahr für Jahr Millionenbeträge aus der Kasse des Freistaats in die Region bringe. „Wir müssen aufpassen, dass wir jetzt den Zug nicht versäumen“, mahnte Liebl.
Die Bahn werde in Zukunft allgemein an Bedeutung gewinnen. Damit aber hätten alle Kommunen, die einen Bahnanschluss besitzen, einen ganz wesentlichen Standortvorteil. „Das betrifft natürlich Freyung als künftiger Sitz des Verwaltungsgerichts, aber in ganz besonderer Weise auch die Stadt Waldkirchen mit ihren umfangreichen Bahnanlagen“. Das sollte eigentlich jedem klar sein, der vor Ort politische Verantwortung trägt oder künftig tragen will, meinte Liebl.

Der Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH, Prof. Dr. Thomas Schempf, konnte in seinem Rück- und Ausblick vor allem über Kontinuität beim Fahrbetrieb der Ilztalbahn berichten. Der Fahrplan 2020 wird kaum verändert und die Fahrpreise 2020 können konstant gehalten werden. Basis des in der mittlerweile 11. Fahrsaison angebotenen Fahrbetriebs ist die Fortführung des außergewöhnlich hohen ehrenamtlichen Engagements aus dem aktiven Kreis der nach wie vor über 700 Mitglieder. Schempf wurde aber auch sehr klar in seinem Ausblick: „Es gibt mannigfaltige politische Ankündigungen zur Förderung von umweltfreundlichen Verkehrsangeboten – die Umsetzung wird jedoch verschleppt oder existiert nie.“ Schempf monierte auch, dass es kaum Antworten aus den zuständigen Ministerien auf Anfragen und Briefe gebe: „Es ist wie ein Dauer-Mikadospiel zwischen dem Innenministerium in München und dem Landratsamt Passau – keiner mag ein Stäbchen ziehen – und dazwischen fällt die zugesagte Untersuchung eines Konzepts für den Regelverkehr unter‘n Tisch“. „Insgesamt“ so Schempf weiter, „fehlt es in ganz Bayern an einer Landeseisenbahnpolitik aus einem Guss, so wie es andere Bundesländer seit Jahren vormachen“.

Schempf bedankte sich ausdrücklich für die gute Zusammenarbeit mit dem Förderverein und erinnerte an das im September anstehende Jubiläum der Ilztalbahn: „Zehn Jahre ehrenamtlicher Regelbetrieb auf der reaktivierten Schiene zwischen Waldkirchen und Freyung – ein Grund zum Stolz sein und Feiern!“

Reinhard Fildhuth, zuständiger Örtlicher Betriebsleiter und Leiter der Infrastrukturtruppe, berichtete von den ohne Winterpause stattfindenden Arbeiten „seiner Leute“: So wurden im Bahnhof Waldkirchen die Weichenschwellen ausgetauscht, im Streckenabschnitt der Ilzleite ca. 80 Bruchbäume nach den starken Winden verarbeitet. Eike Hallitzky, Landesvorsitzender der bayerischen Grünen, bedankte sich ausdrücklich beim Verein für die quasi unentgeltliche Regierungspolitik: „Ihr haltet die fortschrittliche Mobilitätsvariante für die Region offen – das ist ein nicht aufzuwiegender bürgerschaftlicher Einsatz – vielen Dank dafür!“

Der Freyunger Stadtrat Sepp Gais übermittelte die ausdrücklichen Dankesworte der Stadt Freyung und des Bürgermeisters Dr. Olaf Heinrich für die „ehrenamtlichen Bahnaktiven“. Nach vielfältigen Fragen beendete Michael Liebl die Versammlung mit dem Hinweis „…, dass ohne Bahn ein Ort nur halb so attraktiv in der kommenden Zeit sein wird“.
 − hoy

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Einladung zur Mitgliederversammlung am Do 5.3.20 um 19:30 in Freyung

Ich lade Sie herzlich ein

zur Mitgliederversammlung des Fördervereins Ilztalbahn e.V.
am Donnerstag, den 5. März 2020, 19.30 Uhr
im Gh. Passauer Hof, 94078 Freyung, Stadtplatz 21

Tagesordnung:

– Bericht des Vorsitzenden
– EU-Projekt: „Vom Goldenen zum Eisernen Steig“
– Kassenbericht des Schatzmeisters
– Bericht der Kassenprüfung und Entlastung der Vorstandschaft
– Aussprache zu den Berichten
– Thomas Schempf: Aktuelles zur Ilztalbahn und Diskussion
– Verschiedenes, Wünsche und Anträge

Ich habe zur Versammlung Personen eingeladen, die sich bei der Wahl am 15. März um wichtige kommunale Ämter bewerben.
Wir möchten ihnen unsere Wünsche zur Weiterentwicklung der Ilztalbahn mit auf den Weg geben.

Herzliche Grüße

Michael Liebl, Vorstandssprecher, 14. Februar 2020

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Infoveranstaltungen der Ilztalbahn GmbH am 28.1. in Waldkirchen und 29.1.20 in Hutthurm: Eine zukunftsfeste Mobilität für die Region Passau

Vor der Kommunalwahl informiert die Ilztalbahn GmbH gemeinsam mit der BI Nordtangente über ein zukunftsfestes Mobilitätskonzept für die Region Passau und Freyung-Grafenau. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, mit uns über die Zukunft der Ilztalbahn zu diskutieren.

Für Dienstag, 28. Januar lädt die Ilztalbahn GmbH zu einer Informationsveranstaltung nach Waldkirchen ins Hotel Gottinger ein. Als Referent wird Prof. Thomas Schempf, Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH über attraktive Bahn-Bus-Konzepte für den unteren Bayerischen Wald und die aktuelle Entwicklung in Sachen Regelverkehr auf der Bahnstrecke Passau-Freyung informieren. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.

Für Mittwoch, 29. Januar lädt die Bürgerinitiative „Natur ja – Nordtangente nein“ die Bevölkerung zu einer Informationsveranstaltung in den Wagner-Saal nach Hutthurm. Zunehmender Straßenverkehr, Belastungen für Mensch und Natur durch Ausbau-Vorhaben an der B12 beschäftigen die Bürgerinnen und Bürger im Passauer Raum. Deshalb sollen der Diskussionsstand im Dialogforum Passau und Maßnahmen zu einer zukunftsfesten Mobilität für Landkreis und Stadt Passau im Focus stehen. Ebenso wird Prof. Thomas Schempf über die Ilztalbahn referieren. Die Veranstaltung beginnt ebenfalls um 19 Uhr.

Im Rahmen der Veranstaltung wird die Ilztalbahn GmbH auch die neue Broschüre „Zukunft Ilztalbahn“ vorstellen.

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EInladung zur Mitgliederversammlung am Mo 21.10. in Waldkirchen

Liebe Mitglieder,

„Wenn der Regelverkehr kommt, dann kann das bedeuten, dass Schüler weite Wege zu Fuß gehen müssen, weil sie dann nur noch mit der Bahn zur Schule fahren dürfen“, so ist aus dem Munde lokaler Politiker vornehmlich aus dem Landkreis Passau zu hören und sie blockieren damit die weitere Entwicklung der Ilztalbahn.
Wie es tatsächlich ist, darüber wollen wir informieren und diskutieren.

Ich lade Sie herzlich ein

zur Mitgliederversammlung des Fördervereins Ilztalbahn e.V.
am Montag, den 21. Oktober, 19.00 Uhr
in Waldkirchen, Hotel Gottinger.

Ich freue mich, dass MdL Max Gibis, CSU, unserer Einladung gefolgt ist. Er wird über die Zukunftsperspektiven der Ilztalbahn sprechen.
Wir werden auch über die Antworten aus dem Verkehrsministerium zum Fragenkatalog der Region zu reden haben.
Außerdem wird Thomas Schempf über die abgelaufene Fahrsaison berichten und einen Ausblick auf das Jahr 2020 geben.

Herzliche Grüße

Michael Liebl, Vorstandssprecher, 30. September 2019

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Ilztalbahn-Kalender 2020

Der Ilztalbahn-Kalender des Fördervereins für 2020 mit 12 schönen Motiven von unserer Bahnstrecke ist ab sofort zum Preis von 10 Euro erhältlich. Mit dem Kauf unterstützen Sie die Erhaltung der Ilztalbahn und des Bahnhofs Waldkirchen.

Wenn Sie einen Kalender bestellen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihrer vollständigen Anschrift an den Förderverein Ilztalbahn und überweisen Sie den Betrag von 10€ pro Kalender plus einmalig 1,55€ Versandkosten auf das Konto des Fördervereins (IBAN: DE22 7405 1230 0060 1133 47; BIC: BYLADEM1FRG; Sparkasse Freyung-Grafenau). Nach Geldeingang senden wir Ihnen den Kalender schnellstmöglich zu.

Der Kalender ist auch im Onlineshop der Ilztalbahn GmbH sowie in Buchhandlungen in der Umgebung erhältlich.

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Bahn für Klimaschutz und Wirtschaft in der Region. Stellungnahme zum „Fragen-Antwortkatalog“

Bahn für Klimaschutz und Wirtschaft in der Region
Förderverein Ilztalbahn nimmt Stellung zum Fragen-Antwortkatalog

„Die Reaktivierung der Bahn muss die Verkehrssituation insgesamt verbessern“, mit dieser grundsätzlichen Feststellung antwortet das Bayerische Verkehrsministerium auf die Fragen nach den Auswirkungen eines künftigen Regelverkehrs der Ilztalbahn. Mit diesem „Verbesserungsgebot“ schließt das Ministerium praktisch alle Maßnahmen aus, die zu einer Verschlechterung des bestehenden Verkehrsangebots führen würden. Damit ist allen diesbezüglichen Befürchtungen, insbesondere aus dem Landkreis Passau, der Boden entzogen, stellte die Vorstandschaft des Fördervereins Ilztalbahn in seiner letzten Sitzung fest.

Geld fließt in die Region

Der Vorstand teilt auch die Einschätzung des Ministeriums, dass ein Regelverkehr zu einer Entlastung des Verkehrs auf der B 12 führen würde. Die Ilztalbahn ist die staufreie und hochwassersichere Verbindung nach Passau und ist mit ihren spezifischen Vorteilen am ehesten in der Lage, Personen zum Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Verkehr zu bewegen. Darüber hinaus schafft sie zahlreiche qualifizierte Arbeitsplätze und bringt Jahr für Jahr richtig viel Geld aus der Kasse des Freistaats in die Region. Für den Erhalt der Infrastruktur und den Zugverkehr sind das jährlich über 5 Millionen, die ansonsten in andere Regionen Bayerns fließen würden. Dem gegenüber stehen relativ geringe Beträge, die die Kommunen selbst aufbringen müssten. Für die Stadt Waldkirchen etwa sei für einmalige Aufwendungen zur Verbesserung der Sicherheit an den Bahnübergängen auf ihrem Gebiet nach den Ausführungen des Ministeriums mit einer Summe von etwa 250.000 € zu rechnen. Für den laufenden Bahnbetrieb entstehen der Stadt außer gelegentlichen Mäharbeiten an den Bahnübergängen keinerlei Kosten. Von Millionenbeträgen, wie in Waldkirchen befürchtet, könne deshalb keine Rede sein, stellte Michael Liebl, der Vorsitzende des Fördervereins, fest.

Bahn hilft dem Klimaschutz

Der Förderverein hat sich im Sinne des Klimaschutzes in seiner Satzung zur Erhaltung der umweltfreundlichen Bahn verpflichtet. Diese werde in der Zukunft erheblich an Bedeutung gewinnen. Damit haben alle Kommunen, die einen Bahnanschluss besitzen, einen wesentlichen Standortvorteil, das betrifft in besonderer Weise die Stadt Waldkirchen mit ihren umfangreichen Bahnanlagen.

Keine Verschlechterung bei der Schülerbeförderung

Bei der Frage nach den Auswirkungen einer Bahnreaktivierung auf die Schülerbeförderung weist das Ministerium auf die Zuständigkeit der Aufgabenträger hin. Die Landkreise müssten den gesetzlichen Vorgaben nach dem Anspruch auf Beförderung auf dem kostengünstigsten Weg sicherstellen. Eine gesetzliche Vorschrift, dass Schüler im Falle der Reaktivierung, wie von Anliegerkommunen behauptet wird, bis zu 3 km zur nächsten Haltestelle der Bahn laufen müssen, gibt es nicht. Darauf hat das oberste bayerische Verwaltungsgericht hingewiesen. Der Gesetzgeber habe ausdrücklich davon abgesehen, nähere Kriterien hinsichtlich der maximalen Länge des zurückzulegenden Fußwegs festzulegen, somit obliege es dem jeweiligen Aufgabenträger – also etwa dem Landkreis Passau – hierfür ein Konzept zu entwickeln, heißt es in den Ausführungen des VGH.
In den gesetzlichen Vorgaben zur Schülerbeförderung gibt es auch keinen Vorrang eines bestimmten Verkehrsmittels. Haltestellen der Bahn kommen überhaupt nur in Frage, wenn die Zugfahrt zur Schule von dort aus kostengünstiger wäre als die Fahrt mit dem Bus. Der im Landkreis Passau deutlich längere und umständlichere Transport auf der Schiene kann aber nicht günstiger sein als der direkte und viel kürzere Weg auf der Straße. Dass die bestehenden Buslinien zwischen Tittling bzw. Hutthurm nach Passau auch bei einer Reaktivierung der Bahn zwingend notwendig sind, bezweifelt niemand.

Potentialanalyse heißt nicht automatisch Regelverkehr

Nach den klaren Aussagen des Ministeriums gibt es keinen vernünftigen Grund mehr, die vom Ministerium angebotene, kostenlose Potentialanalyse zu blockieren. Zu einem Regelverkehr kommt es ohnehin erst, wenn ein von allen Aufgabenträgern akzeptiertes Zug-Bus-Konzept vertraglich vereinbart wird. Gemeinsames Ziel muss es dabei sein, den bestehenden Nahverkehr in der Region weiter zu stärken.
Die betroffenen Kommunen und Landkreise haben dabei ein entscheidendes Wort mitzureden, denn auch das hat das Ministerium klargestellt: „Gegen den Willen der Region wird der Freistaat keine Reaktivierung durchführen.“

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Stammtisch am Mi 28.8.2019 im Waggon in Freyung

Der nächste Stammtisch findet am Mittwoch, den 28.8.2019 in unserem Waggon am Bahnhof Freyung statt. ALle Ilztalbahnfreunde sind herzlich eingeladen.

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8 Stunden, 0 Euro, 100 Prozent Lebenskraft: Ein Arbeitstag bei der Ilztalbahn

Katharina Forstmair, Janina Lambrich und Christian Ziegler von der Uni Passau haben das ehrenamtliche Personal der Ilztalbahn begleitet und einen lesenswerten Bericht geschrieben:

8 Stunden, 0 Euro, 100 Prozent Lebenskraft | Ein Arbeitstag bei der Ilztalbahn

Natürlich freuen wir uns immer über neue ehrenamtliche Mitarbeiter. Wer Interesse hat, kann sich gerne unter mitmachen@ilztalbahn.eu melden.

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Bericht von der Mitgliederversammlung am 4.4.19

Viel Lob, wenig konkrete Unterstützung

Mitgliederversammlung des Fördervereins Ilztalbahn

Röhrnbach. An wesentliche Punkte der Vereinssatzung erinnerte Vorsitzender Michael Liebl bei der Frühjahrsversammlung des Fördervereins Ilztalbahn, die traditionell von einer großen Anzahl an Mitgliedern besucht wurde: „Sie verpflichtet uns, alles dafür zu tun, dass die umweltfreundliche Bahn auf Dauer genutzt werden kann. Dafür erhalten wir regelmäßig viel Lob und Anerkennung von Seiten der großen Politik – aber leider keinerlei Unterstützung.“
Man habe das am Beispiel des Erdrutsches in Patriching gesehen. „Auf unsere Bitte um finanzielle Unterstützung bei der aufwändigen Sanierung hat uns der Freistaat mehrfach abblitzen lassen.“ Liebl weiter: „Im Bayerischen Landesentwicklungsprogramm ist der Auftrag, das Schienenstreckennetz zu erhalten, klar und deutlich in rechtlich bindender Weise festgeschrieben.“ Bayern könne als Flächenland nicht auf eine flächendeckende Vorhaltung der Schieneninfrastruktur verzichten, weil sie Voraussetzung für die Bestellung eines qualitativ hochwertigen Nahverkehrs sowie die flächendeckende Erschließung im Schienengüterverkehr sei.

Forderung nach einer Stadt-Umland-Bahn

Der Verein habe sich 2018 mehrfach an die Staatsregierung gewandt und auf diese gesetzliche Verpflichtung aufmerksam gemacht. „Es kann ja nicht sein, dass sich die Bürger selbst um eine Verkehrsinfrastruktur kümmern müssen, weil sich der Staat einfach seiner gesetzlichen Verpflichtung entzieht“, so Liebl, „leider gab es nicht einmal Antworten auf meine Briefe.“
So seien weiter die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder wie die „Infrastruktur-Gruppe“, das Marketing-Team, die Gesprächsbotschafter und natürlich die Zugführer und Zugbegleiter gefordert, neben vielen anderen anfallenden Arbeiten die Infrastruktur zu pflegen und den Betrieb der 50 Kilometer langen Bahnlinie zu bewerkstelligen – „und das mittlerweile im zehnten Jahr der Wiederaufnahme des Zugbetriebs und mit anhaltender Anerkennung durch Zehntausende von zufriedenen Fahrgästen jede Saison“.

Liebl abschließend: „Die Bahn fährt im Landkreis Passau weitab von den Siedlungen. Die Bahn kann den Bus gar nicht ersetzen.“ Es sei gut vorstellbar, dass die Bahn in das bestehende ÖPNV-System so integriert wird, ohne dass jemand Schaden nimmt. „Ganz im Gegenteil“, so Liebl, „es ist die Bahn, die wegen ihrer spezifischen Vorteile in der Lage ist, Leute zum Umstieg vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen. Der Bus kann das nicht. Dann aber haben alle etwas davon, vor allem auch die Bürger im Landkreis Passau.“

Die Region sei einer der wenigen Flecken auf der deutschen Landkarte, die keinerlei Ansatz für ein die gesamte Region umfassendes Verbundsystem unter Einbeziehung aller vorhandenen Verkehrsträger anbietet. Passau könnte so einen guten Teil seiner Verkehrsproblematik durch die staufreien Schienenstränge mit einem S-Bahn-ähnlichen Verkehr sowie einem Verkehrs- und Tarifverbund schnell verbessern.

Ein Mobilitätskonzept als „Goldener Mittelweg“

MdL Manfred Eibl, stellv. Vorsitzender des Ausschusses für Bau, Wohnen und Verkehr, nahm als geladener Gast an der Versammlung teil und zollte den Aktiven Respekt und Anerkennung zu ihrer mächtigen Reaktivierungsleistung. Er resümierte die bestehenden geschichtlichen Fakten, Reaktivierungskriterien und rechtlichen Grundlagen der Trasse. In seinem Referat: „Zukunftsperspektiven der Ilztalbahn“ sprach er sich für ein „stetes, freundlich-vorwärtstreibendes Miteinander“ aus. Um die beim Landkreis Passau bestehenden starken Vorbehalte gegen die Streckenreaktivierung zu beenden und die aktuelle Blockade aufzulösen, schlägt Eibl eine neue Herangehensweise vor: Es sei zwingend notwendig, alle Bereiche von Mobilität ganzheitlich zu betrachten – Bus, Bahn und Individualverkehr. „Deshalb wird aktuell daran gearbeitet, die Voraussetzungen für ein ganzheitliches Mobilitätskonzept zu erhalten, ohne verpflichtende Auswirkungen auf die verkehrliche Situation der Landkreise abzuleiten.“
Eibl konnte berichten: „Seitens der Staatsregierung laufen diesbezüglich intensive Gespräche, um fördertechnische Voraussetzungen für Mobilitätskonzepte bzw. daraus resultierende Nahverkehrsverbünde zu schaffen.“

Die Mitglieder nahmen den von Schatzmeister Hans Stifter akribisch erstellten Kassenbericht 2018 entgegen, die Kassenprüfer Maria Kalin und Michael Brockelt fanden keinerlei Beanstandungen und die Versammlung entlastete nach dem Antrag durch Stadträtin Elisabeth Tesche die Vorstandschaft.
Festgestellt konnte hier auch werden, dass der Verein neben dem hohen Mitgliederstand ein ungebrochen stabiles Spendenaufkommen von vielen Unterstützern im ganzen Land aufweisen kann.

ITB-Geschäftsführer Thomas Schempf berichtete von einem Zusammenschluss der bayerischen nicht-bundeseigenen Infrastrukturbetreiber (NE-Bahnen) mit dem Ziel, eine Infrastruktur-Finanzierung analog der DB-Netz AG zu erhalten – schließlich werden ca. 10 Prozent der Bahnlinien in Bayern nicht von der DB betrieben. Daneben steht für alle NE-Bahnen auch die Finanzierung touristischer Verkehre weit oben auf der Prioritätenliste.

Passauer Neue Presse, 10.4.19

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Buchvorstellung von Rupert Berndl am 11.4.19 in Waldkirchen: „Als die Eisenbahn in den Wald kam“

Einladung

Rupert Berndl stellt sein neues Buch vor:

Als die Eisenbahn in den Wald kam
am Donnerstag, 11. April 2019
um 19:30 Uhr
im Mehrzweckraum Bürgerhaus Waldkirchen

Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts brachte die Erschließung des Bayerischen Waldes mit den verschiedenen Lokalbahnen einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung für den gesamten Landstrich. An den Bahnlinien zwischen Passau und Haidmühle, Freyung, Obernzell, Kötzting, Wegscheid, Tittling und Regen siedelten sich vor allem im Umfeld der Bahnhöfe und Haltestellen bald zahlreiche Betriebe an. Die Steinbrüche und Sägewerke konnten ihre Produkte jetzt in weit entfernte Gegenden liefern. Viele neue Arbeitsplätze entstanden und der Tourismus erlebte durch die Eisenbahn eine erste Blütezeit. Für die Bürger eröffnete der Personenverkehr bis dahin nicht
gekannte Möglichkeiten. Konnte man doch mithilfe der Bahn für ein erschwingliches Entgelt in kurzer Zeit ferne Ziele erreichen.

BUCHANDLUNG IM BARONHOF
Hedy Kunze
94065 Waldkirchen, Marktplatz 15
Tel. 08581 / 3101 Fax 4242
info@buchhandlung-kunze.de
www.buchhandlung-kunze.de
Der Eintritt ist frei !
Wir bitten um Ihre Voranmeldung !

Das Buch erscheint im SüdOst-Verlag und ist zum Preis von 19,90 in allen Buchhandlungen erhältlich.

ISBN: 978-3-95587-750-7

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Einladung zur Jahreshauptversammlung am Do 4.4.19 um 19:30 in Röhrnbach

An alle Mitglieder des Fördervereins Ilztalbahn e.V.:

Ich lade Sie herzlich ein
zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins Ilztalbahn e.V.
am Donnerstag, den 04. April, 19.30 Uhr
im Posthotel, 94133 Röhrnbach, Marktpl. 1 (Saal)

Tagesordnung
– Bericht des Vorsitzenden
– Kassenbericht des Schatzmeisters
– Bericht der Kassenprüfung und Entlastung der Vorstandschaft
– Aussprache zu den Berichten
– MdL Manfred Eibl (FW), stellv. Vorsitzender des Ausschusses für Bau, Wohnen und Verkehr
„Zukunftsperspektiven der Ilztalbahn“
– Verschiedenes, Wünsche und Anträge

Herzliche Grüße

Michael Liebl, Vorstandssprecher

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Stammtisch am Mi 27.3. im Waggon in Freyung

Der nächste Stammtisch findet am Mittwoch, den 27.3. um 18 Uhr in unserem Waggon in Freyung statt. Alle Ilztalbahnfreunde sind herzlich eingeladen.

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Bericht von der Mitgliederversammlung am 22.11.18

Passauer Neue Presse, Ausgabe Passau, 29.11.18

Ilztalbahn-Förderer drängen auf Regelbetrieb

Herbstversammlung des Fördervereins nach erfolgreicher Fahrsaison 2018 mit kritischen Tönen

Passau/Freyung. „Wir werden den öffentlichen Personennahverkehr deutlich stärken“, so ist im Koalitionsvertrag der neuen Bayerischen Staatsregierung aus CSU und Freien Wählern nachzulesen. Dabei soll der ländliche Raum besondere Beachtung finden. Die Freunde der Ilztalbahn, die sich jetzt zur Herbstversammlung getroffen haben, schöpfen Hoffnung. Denn es heißt im Koalitionsvertrag auch ausdrücklich: Eisenbahnstrecken sollen „dort reaktiviert werden, wo das sinnvoll und möglich ist“.

Im zwölften Jahr des Bestehens der Bahnlinie Passau-Waldkirchen-Freyung und nach inzwischen 13 Jahren des Ringens um die sinnvolle Reaktivierung konnten Aktive des Ilztalbahn-Fördervereins auf ihre achte Fahrsaison nach Wiedereröffnung zurückblicken – hielten aber auch mit deutlicher Kritik an der „erkennbaren politischen Halbherzigkeit bei einer Stärkung des Schienenverkehrs“ nicht hinterm Berg.

Vorsitzender Michael Liebl konnte von Fortschritten bei den Bemühungen um die Sanierung des Bahnhofs Waldkirchen berichten, der sich im Eigentum des Fördervereins befindet. Der westliche Teil des Hauptgebäudes könnte im Rahmen eines EU-Projekts „Vom Goldenen zum Eisernen Steig“ für eine Dokumentation zur Geschichte und Bedeutung des Bahnverkehrs zwischen Passau und Wallern genutzt werden. Außerdem wäre Platz für ein umfassendes Informations- und Serviceangebot vor allem für Fahrgäste im grenzüberschreitenden Reiseverkehr.

Als Partner auf der böhmischen Seite steht der Verein der Freunde der Böhmerwaldeisenbahn zur Verfügung, der direkt an der Grenze ein Bahnmuseum betreibt. Das Museum soll deutlich aufgewertet und um die Dokumentation zur Geschichte des verschwundenen Dorfes Neuthal sowie auch des Böhmerwaldfotografen Josef Seidel ergänzt werden.

„Freistaat hat sich der Aufgabe entzogen“

Michael Liebl und mehrere Diskussionsteilnehmer äußerten Kritik an der „stiefmütterlichen Behandlung von bestehender Bahninfrastruktur“. Nach dem Willen des Bayerischen Landtags ist der Freistaat zur Erhaltung des Eisenbahnnetzes verpflichtet. Im Falle der Ilztalbahn habe sich der Freistaat bisher dieser Aufgabe entzogen. „Auf Dauer können wir als ehrenamtlich arbeitender Verein aber nicht 50 Kilometer Bahnlinie für die Allgemeinheit erhalten“, so Liebl.

MdL Toni Schuberl bestätigte: „Eigentlich sollten wir längst weiter sein, über den Lückenschluss nach Nove Udoli als kürzeste durchgehende Eisenbahnverbindung München-Passau-Krumau-Budweis sprechen, statt immer noch über die vom Landkreis Passau ausgebremste Potentialanalyse.“ Und zu den Verkehrsproblemen der Stadt Passau: „Ein Regelbetrieb mit den vorhandenen Bahnlinien ist für die Stadt Passau essenziell. Der Verkehrsinfarkt in Passau lässt sich nur mindern, wenn die Autos verringert und der ÖPNV verstärkt werden.“

Alt-MdL Bernhard Roos aus Passau machte deutlich: „Es ist eine realitätsfremde Politik des Landkreises Passau, keinen einzigen kleinen Nachteil für sein Gebiet zu akzeptieren. So funktioniert gemeinschaftliches Leben nirgendwo, auch nicht bei uns.“

Ein ganz andere Problem brachte Sunnhild Praxl, eine Bus- und Bahnnutzerin aus der Stadt Waldkirchen, zur Sprache: „Die ausgehängten Fahrpläne sind häufig unlesbar für Senioren. Mein Weihnachtswunsch wäre eine sich ständig aktualisierende Verbindungsanzeige an den Abfahrtsplätzen der Busse – so wie es an vielen Bahnhöfen vollkommen normal ist – für Bahn und dann weiter Bus.“

Um den Gedanken der Wiederinbetriebnahme der 25 Kilometer langen „Abteiland-Bahn“ zwischen Waldkirchen und Nove Udoli (Neuthal) aufrechtzuerhalten, hat sich in Jandelsbrunn ein eigener Verein gegründet. Erste Aktivität war unter anderem die Schaffung einer ständigen Unterkunft für den Gemeindekindergarten in einem alten Eisenbahnwaggon. Er wurde von der Knaus-Tabbert Lehrwerkstatt detailreich saniert und erfreut sich bei den Kindern großer Beliebtheit.

Reinhard Fildhuth als örtlicher Betriebsleiter und Christoph Fleissner berichteten von den vielfältigen Arbeiten der Infrastrukturgruppe der Ilztalbahn um Reinhard Schönberger, Matthias Plail, Heinz Nave, Martin Moosbauer und Stefan Hecker. Hier stehen diverse Arbeiten an der Strecke im Fokus. Neben der Daueraufgabe, die Vegetation aus dem Lichtraumprofil der Gleise zu halten, schlagen die ständigen Baumbrüche, die Pflege der Bahnübergänge, der Tunnels sowie der allein 317 Durchlässe im Bahndamm kräftig ins Zeitbudget.

Erfreulich: In dieser Saison fiel kein einziger Zug aus

In den letzten Wochen wurden zudem acht Waggons mit Schotter eingearbeitet, ein sogenannter „Schotterbesen“ der DB konnte anschließend kostengünstig zur Feinarbeit verwendet werden. Auch konkrete Verbesserungen – wie zum Beispiel Schwellenaustausch-Arbeiten – werden aktuell geplant. Fildhuth und Fleissner gaben unumwunden zu, „dass der Nikolaus gerne weitere aktive Mitarbeiter in unseren Gabensack vor der Bahnhofstür stecken darf“.

Prof. Dr. Thomas Schempf gab einen umfassenden Bericht zur Ilztalbahnsaison 2018 ab. Das heuer erstmals gewählte neue Fahrplankonzept – Neben- und Hauptsaisonbetrieb – habe sich sehr gut bewährt und wird 2019 (die Saison beginnt am 1. Mai) so fortgeführt. Einige Fahrten am Vor- und am Nachmittag waren häufiger an der Kapazitätsgrenze, auch die Gruppenbuchungen hatten nach rückläufigen Jahren eine wieder spürbar steigende Tendenz.

Besonders erfreulich: 2018 musste kein einziger Zug ausfallen, alles funktionierte eingespielt und planmäßig. Wermutstropfen für die Kalkulation waren die massiv gestiegenen Treibstoffpreise, so muss für 2019 über eine Fahrpreisanpassung nachgedacht werden.

Schempf machte kein Hehl aus seiner Meinung, dass die Ilztalbahn GmbH mit diversen Aktivitäten alles daransetzen werde, eine saisonale oder ganzjährige Reaktivierung zu erreichen. Das Fortkommen hierzu sei die seitens des Freistaats geforderte Potentialanalyse, „leider geht hier im dritten Jahr wegen der Bremser-Positionierung des Landkreises Passau nichts vorwärts“.

Schempf weiter: „Wer aus verkehrlicher Sicht Großereignisse wie das 50-jährige Nationalparkjubiläum 2020 oder die Landesgartenschau Freyung 2022 in attraktive Besucherangebote einbinden will, muss jetzt mit den Planungen beginnen. Denn klar sollte sein: In beiden Fällen werden viele Besucher auch mit der Bahn anreisen wollen.“ Die Ilztalbahn biete alle Voraussetzungen für einen – auch saisonalen – Regelbetrieb jetzt schon.“

Alle Fahrplandaten für die Ilztalbahnsaison 2019 können schon jetzt über die Auskunftsmedien der Deutschen Bahn und über die neugestaltete Homepage www.ilztalbahn.eu abgefragt werden.

Bericht: Hermann Schoyerer

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Einladung zur Mitgliederversammlung am Do 22.11.18 in Waldkirchen

Liebe Mitglieder!

„Wir werden den öffentlichen Personennahverkehr deutlich stärken“, so ist im
Koalitionsvertrag der neuen Bayerischen Staatsregierung aus CSU und Freien
Wählern zu lesen. Dabei soll der ländliche Raum besondere Beachtung finden.
Eisenbahnstrecken sollen „dort reaktiviert werden, wo das sinnvoll und möglich ist“.
Erst vor Kurzem hat der Freyunger Stadtrat mit Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich
an der Spitze die Initiative für eine Belebung des Reaktivierungsprozesses bei der
Ilztalbahn ergriffen.

Was das für uns bedeuten könnte, darüber wollen wir informieren und diskutieren.

Ich lade Sie herzlich ein

zur Mitgliederversammlung des Fördervereins Ilztalbahn e.V.
am Donnerstag, den 22. November 2018, 19.00 Uhr
in Waldkirchen, Hotel Gottinger

Ich habe zur Versammlung die kürzlich gewählten regionalen Mitglieder des
Bayerischen Landtags eingeladen. Wir möchten Ihnen unsere Wünsche zur
Weiterentwicklung der Ilztalbahn mit auf den Weg geben.

Herzliche Grüße

Michael Liebl, Vorstandssprecher, 6. November 2018

PS: Am Rande des Treffens kann natürlich unser neuer Ilztalbahn-Wandkalender 2019 und unser schönes Buch: 125-Jahre „Die Ilztalbahn“ erworben werden.

Die Finanzierung der Hangsanierung bei Patriching stellt für den Förderverein eine gewaltige finanzielle Herausforderungdar. Ich möchte daran erinnern, dass Mitgliedsbeiträge und Spenden steuerlich begünstigt sind (lt. Bescheid des FA Passau vom 15.04.2016)
Kontoverbindung des Fördervereins Ilztalbahn e.V.:
Sparkasse Waldkirchen: IBAN: DE22 7405 1230 0060 1133 47; BIC: BYLADEM1FRG

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Ilztalbahn-Kalender 2019

Der Ilztalbahn-Kalender des Fördervereins für 2019 mit 12 schönen Motiven von unserer Bahnstrecke ist ab sofort zum Preis von 10 Euro erhältlich. Mit dem Kauf unterstützen Sie die Erhaltung der Ilztalbahn und des Bahnhofs Waldkirchen.

Wenn Sie einen Kalender bestellen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihrer vollständigen Anschrift an den Förderverein Ilztalbahn und überweisen Sie den Betrag von 10€ pro Kalender plus einmalig 1,45€ Versandkosten auf das Konto des Fördervereins (IBAN: DE22 7405 1230 0060 1133 47; BIC: BYLADEM1FRG; Sparkasse Freyung-Grafenau). Nach Geldeingang senden wir Ihnen den Kalender schnellstmöglich zu.

Der Kalender ist auch bei Bücher Pustet in Passau und Bücher Lang in Freyung erhältlich.

Kalender 2019

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Stammtisch am Mi 24.10. im Waggon in Freyung

Der nächste Ilztalbahn-Stammtisch findet am 24.10.18 um 18 Uhr in unserem Waggon in Freyung statt. Alle Ilztalbahnfreunde sind herzlich eingeladen.

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Einladung zum Bahnhofsfest in Hauzenberg am 25.8.18

Unsere Nachbarn vom Förderverein Lokalbahn Hauzenberg laden ein zum 9. Hauzenberger Bahnhofsfest am 25.8.18 von 13 bis 22 Uhr:

Bahnhofsfest Hauzenberg

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Homepage der Ilztalbahn GmbH wurde modernisiert

Die Homepage der Ilztalbahn GmbH (www.ilztalbahn.eu) wurde am 13.8.18 von der Marketing-Gruppe der Ilztalbahn und der Firma Weissraum aus Grafenau modernisiert.

Hier finden Sie nun zahlreiche Ausflugstipps und Blogbeiträge rund um die Ilztalbahn, und in Zukunft auch einen Onlineshop für Fahrkarten und Bücher.

Zur neuen Homepage der Ilztalbahn GmbH

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Neue Fahrradkarte des VCD zur Ilztalbahn

Der Verkehrsclub Deutschland und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub haben eine neue Auflage der beliebten Fahrradkarte zur Ilztalbahn herausgegeben. Die Karte enthält viele verschiedene Routen entlang der Strecke sowie in den Nationalpark und nach Tschechien, die alle mit der Ilztalbahn bequem zu erreichen sind. Nach und nach werden die Routen auch vor Ort mit farbigen Aufklebern beschildert.

Weitere Informationen zur Fahrradkarte auf der Seite des VCD

Interaktive Karte hier ansehen

Die Karte ist zum Preis von 3 Euro in den Zügen der Ilztalbahn und in den Touristen-Informationsstellen der Umgebung erhältlich. Sie kann auch für 4 Euro inkl. Versand beim VCD bestellt werden.

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Bericht von der Mitgliederversammlung

PNP Freyung vom 28.4.:

Hangrutsch wirft ITB nicht aus den Gleisen

Harmonische Hauptversammlung trotz großer Herausforderungen – Michael Liebl als Vorsitzender wiedergewählt

Freyung. Michael Liebl ist als Vorsitzender des 700 Mitglieder starken Fördervereins Ilztalbahn in seinem Amt bestätigt worden. Und er blickte bei der Hauptversammlung vor traditionell vollem Saal im Passauer Hof auf ein herausforderndes Jahr zurück: „Wir haben uns 2017 auf ein Jubiläumsjahr eingestimmt, 125 Jahre Ilztalbahn! Wir freuten uns auf eine spannende, erfolgreiche Saison, hatten viele Festideen vorbereitet“, erinnerte er, „doch es kam anders, ein Dammrutsch riss uns aus den festlichen Träumen“. Die Kosten dieses Hangrutsches und auch der kurz vorher angeschafften Baulok schienen erdrückend – „aber da hat sich gezeigt, welche Kraft in unserem Verein steckt.“

Durch die Erhöhung der Jahresbeiträge, enorme Kreditgewährungen aus dem Kreis der Vereinsmitglieder und einen von der Stadt Passau gewährten Zuschuss über 50 000 Euro konnte das notwendige Kapital aufgebracht werden, um die hohen Kosten der Sanierung zu bezahlen. Liebl: „Diese Schadensbewältigung ist sicherlich eine außergewöhnliche Leistung unseres Vereins. Wir können darauf stolz sein.“

Holztransporte beweisen Belastbarkeit der Trasse

Die Sturmkatastrophe vom August habe auch die Schiene stark getroffen, erinnerte Liebl, und hob unter dem Beifall der Versammlung die Leistungen der Infrastrukturgruppe des Vereins hervor. Liebl: „Es ist nichts Alltägliches, in kurzer Zeit knapp 130, teils mächtige Bäume in schwierigsten Bruchsituationen von der Schiene zu schneiden und danach auch noch die über 500 Meter lange Laderampe am Bahnhof Waldkirchen für den dringend notwendigen Abtransport des Sturmholzes herzurichten.“ Der Leiter der Infrastruktur, Reinhard Fildhuth, merkte an: „Nicht nur unser eigenes Sturmholz konnte ohne Probleme abgefahren werden, auch die vielen vollen Transportzüge waren kein Problem für die Bahnstrecke.“ Daraus ergäben sich gute Aussichten auf weitere Transporte im dann regulären Holzhandel.

Politische Blockade beenden

Auch die staatlichen Kontrollauflagen für die 317 Durchlässe unter der Trasse wurden sorgfältig erfüllt, ein enormer Zeitaufwand im Gelände. „Ohne Leute wie Reinhard Schönberger, Matthias Plail, Heinz Nave oder Christoph Fleissner – um nur einige zu nennen – wäre so etwas nicht möglich.“

Im letzten Teil seines Berichts sprach Liebl davon, dass die Politik umzudenken beginne. Im aktuellen Koalitionsvertrag der Bundesregierung sei festgeschrieben, dass Bundesmittel künftig auch für den Betrieb von Nebenstrecken zur Verfügung gestellt würden. In dem aktuellen Bericht einer Landtagskommission an die Bayerische Staatsregierung heißt es, dass Eisenbahnstrecken für die Zukunft auf alle Fälle gesichert werden sollen. Das könne auch durch die Bestellung von touristischen Verkehren geschehen. „Leider mussten wir bisher erfahren, dass Bayern alles abblockt, was in diese Richtung geht“, stellte Liebl fest.

Die örtliche Politik habe bei der letztjährigen Festversammlung den hohen Wert der Bahnstrecke für die Zukunft der Region betont. Auch Passaus Landrat Franz Meyer habe in der Vergangenheit immer davon gesprochen, dass ein moderner ÖPNV viele Angebote integrieren müsse, „und dazu zähle ich auch die llztalbahn“. Gerade angesichts der aktuellen Diskussion um die zunehmenden Verkehrsprobleme rund um die Stadt Passau sei es nötiger denn je, die Möglichkeiten der Schiene, die ja völlig staufrei auf einer eigenen Trasse unterwegs ist, zu prüfen. „Die Potenzialanalyse hat der Freistaat Bayern kostenlos angeboten. Es liegt am Landkreis Passau, das Angebot anzunehmen“, so Liebl abschließend.

Schatzmeister Hans Stifter konnte einen detaillierten Kassenbericht abgeben, die Kassenprüfer Maria Kalin und Michael Brockelt hatten keine Beanstandungen und die Versammlung entlastete die bisherige Vorstandschaft.

Grünen-Landesvorsitzender Eike Hallitzky dankte Michael Liebl für seine schon 15-jährige, oft mühseligste Arbeit für die Reaktivierung: „Ob ein Verein gut läuft oder nicht, das hängt von seinen Mitgliedern ab. Wenn ein Verein aber über so lange Zeit so sensationell gute Arbeit im Dienste der Region leistet, dann braucht es dafür auch einen überragenden Kopf an der Spitze.“ Klar sei aber auch: „Der Weg der llztalbahn muss und wird weitergehen, hin zu einem leistungsfähigen Rückgrat des ÖPNV im Unteren Bayerischen Wald.“ Die turnusgemäße Wahl des kommenden Vereinsvorstands konnte danach zügig abgewickelt werden.

Zwei „Steilvorlagen“ für einen Regelbetrieb

ITB-GmbH Geschäftsführer Thomas Schempf berichtete von der vergangenen Saison aus geschäftlicher Sicht und stellte die Planungen für 2018 vor. „Wir begegnen den hohen finanziellen Herausforderungen mit einem wohlüberlegten Sparkurs bei gleichen Serviceangeboten. Trotz der deutlich gestiegenen Treibstoffpreise werden wir 2018 auch die Fahrpreise beibehalten. Aber wir kehren zum Ein-Zug-Betrieb zurück und verdichten in den Sommerferien unser Angebot durch weitere Zugpaare.“ Attraktiv sei auch ein mit der Ilztalbahn ab Freyung verknüpfter lgelbus auf den Lusenparkplatz.

Schempf weiter: „Wer aus verkehrlicher Sicht Großereignisse wie das 40-jährige Nationalparkjubiläum 2020 oder die Landesgartenschau Freyung 2022 in attraktive Besucherangebote einbinden will, muss jetzt mit den Planungen beginnen. Klar müsse sein: „Bei beiden Events werden sehr viele auswärtige Besucher auch mit der Bahn anreisen wollen. Ein – zumindest saisonaler – Regelbetrieb ließe sich sehr schnell organisieren, die Ilztalbahn bietet alle Voraussetzungen jetzt schon.“

Die neue Ilztalbahnsaison beginnt am 10. Mai und dauert bis 14. Oktober. Der Fahrplan: unter www.ilztalbahn.eu.

Text: Hermann Schoyerer

Ergebnis der Neuwahlen:

Vorsitzender: Michael Liebl, Waldkirchen

stellvertretender Vorsitzender: Wilhelm Splitter, Tiefenbach

stellvertretender Vorsitzender: Hermann Schoyerer, Freyung

Schriftführer: Mathias Binder, Hinterschmiding

Schatzmeister: Hans Stifter, Mauth

Beiräte: Boris Burkert, Passau; Monika Fecher, Passau; Reinhard Fildhuth, Grainet; Christoph Fleissner, Freyung; Daniel Fuchs, Waldkirchen; Markus Krell, Tiefenbach; Hans Madl-Deinhart, Grainet; Friedrich Papke, Passau/Berlin; Laura Poost, Freyung; Thomas Stifter, Passau.

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Einladung zur Mitgliederversammlung am Dienstag, den 24. April 2018 um 19.00 Uhr in Freyung

Liebe Mitglieder,

der gewaltige Hangrutsch bei Patriching war die bisher größte Herausforderung, die unser Förderverein zu bestehen hatte und es stellen sich Fragen für die zukünftige Arbeit. Außerdem haben wir turnusgemäß die Vorstandschaft neu zu wählen. Meine Zeit als 1. Vorsitzender geht altersbedingt dem Ende zu.

Wir würden uns freuen, möglichst viele Mitglieder zu diesem Termin begrüßen zu dürfen.

Ich lade Sie herzlich ein

zur Mitgliederversammlung des Fördervereins Ilztalbahn e.V.
am Dienstag, den 24. April 2018, 19.00 Uhr
im Gh. Passauer Hof, 94078 Freyung, Stadtplatz 21

Tagesordnung:
– Bericht des 1. Vorsitzenden
– Kassenbericht des Schatzmeisters
– Bericht der Kassenprüfer
– Aussprache zu den Berichten
– Entlastung der Vorstandschaft
– Vorstandswahlen
1. Vorsitzender
2. Vorsitzender
3. Vorsitzender
Schatzmeister
Schriftführer
Beisitzer
– Wahl der Kassenprüfer

– Aktuelle Informationen des Geschäftsführers der ITB
– Verschiedenes, Wünsche und Anträge

Herzliche Grüße

Michael Liebl, Vorstandssprecher, 6. April 2018

PS: Am Rande des Treffens kann unser schönes Buch: „Die Ilztalbahn“ erworben werden.

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Fotos von den Stammtischausflügen nach Trebon, Kneiding und Bucina (Buchwald)

ITB-Stammtisch Scchwarzenbergkapelle

4 Radler vor Hrobka Schwarzenberg (Neugotische Kapelle mit Gruft). 85 km an 2 Tagen mit dem Rad von Fischteich zu Fischteich durch wunderbare uralte Eichenalleen.

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Ausflug ins Kösslbachtal mit Einkehr beim Wirt z‘ Kneiding am 19.4.18.

Stammtisch_Bucina_20180328

Es war ein wunderbarer Ausflug vom Stadion Finsterau nach Bucina(Buchwald).
Besonders die Einkehr im Alpska Vylidka(Alpenblick) hat uns gut getan.
Es gab zum Gründonnerstag auch grünes Budweiser Bier zu trinken.
Auf dem Bild Hans Stifter, Sepp Gais, Helmut Hackl, der zwei Saisonkarten bestellt hatte, sowie der Gleisbauer Sebastian Lorenz, der auch unserem Verein beitreten wird.
Auch Libor, der Manager von Alpska Vylidka, gesellte sich dazu.

Sepp Gais

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Stammtisch am Mo 2.7.18 auf dem Freyugner Volksfest

Die Freyunger Ilztalbahn-Stammtischfreunde treffen sich am Montag, den 2.7. um 18 Uhr auf dem Freyunger Volksfest. Alle Ilztalbahnfreunde sind herzlich eingeladen. Sepp Gais bittet um verbindliche Anmeldung zur Tischreservierung.

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Reaktivierungs-Projekte in Deutschland: Besuch der Unteren Edertalbahn

Reaktivierungs-Projekte in Deutschland: Ein Besuch bei der Unteren Edertalbahn und  Nationalpark Kellerwald-Edersee

Der Blick über den Tellerrand hinaus ist bekanntlich wichtig, weshalb auch die Ilztalbahner immer wieder Kontakte zu verschiedenen Initiativen in Deutschland und Europa pflegen. Besonders interessant sind dabei erfolgreiche Bahn-Reaktivierungen, wie beispielsweise die Untere Edertalbahn zwischen Korbach und Frankenberg. Unser langjähriger Ilztalbahner Christoph Fleissner hat sich im Oktober 2017 auf den Weg nach Nordhessen gemacht, um sich die reaktivierte Regionalbahnstrecke mal genauer anzusehen.

Blick über Kirchlotheim

Blick über Kirchlotheim: Im Hintergrund die Kurhessenbahn der Linie RB42 nach Marburg

 

Video: Die neue Bahnverbindung Korbach – Frankenberg [YouTube]

 

Mit der Bahn in den Nationalpark Kellerwald-Edersee“

Ein sonniger Samstag Morgen im Bahnhof Marburg: In wenigen Minuten startet die „Kurhessenbahn“ auf ihre Reise in die nordhessische Provinz. Eine Mischung aus Eisenbahnromantik, Beschaulichkeit und modernem Nahverkehr. Schnell noch ein Intercity nach Kassel – danach der Regionalexpress nach Frankfurt am Main. Dann geht es los, der modernisierte „Kult-Triebwagen“ der Baureihe 628 setzt sich in Bewegung. Die ersten Kilometer geht es noch auf der „Main-Weser Bahn Kassel – Frankfurt“ bis nach Cölbe, danach zweigt die Strecke in Richtung Nordwesten ab. Kurz darauf teilt sich die Strecke nochmals auf: Ein Gleis führt nach Nordrheinwestfalen über Bad Lasphe nach Erntebrück, das Zweite nach Norden in Richtung Korbach. Nach 45 Minuten ist die beschauliche Stadt Frankenberg erreicht.

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Bahnstrecke im Edertal bei Ederbringhausen

Dazwischen bestimmen kleine Dörfer, Felder und Wälder die Landschaft. Dann ist es so weit: der Zug fährt auf die „neue“ Edertalbahn. Aus der sanften Hügellandschaft wird ein romantisches Flusstal, das immer wieder an die über 500 Kilometer entferne Ilztalbahn erinnert. Regelmäßig hält der Triebwagen an, um ein paar Wanderer an einem der kleinen Haltepunkte zu entlassen und eine Hand voll neuer Fahrgäste aufzunehmen. In Vöhl-Herzhausen lohnt es sich, die Fahrt zu unterbrechen. Während die Kurhessenbahn die letzten Kilometer nach Korbach rollt, erreicht man in wenigen Minuten Fußmarsch das Nationalparkzentrum Kellerwald – Edersee, dem Tor zu einem der schönsten und ältesten Buchenwälder Europas. Seit der Gründung des Nationalparks im Jahre 2004 wird ein über 57 Quadratkilometer großes Waldgebiet der Natur überlassen. Darin erstreckt sich ein Paradies für Wanderer, Radfahrer und Naturfreunde. Zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten laden zu einem tollen Ausflug in die Natur ein.

 

 

Weitere Informationen zur Bahnverbindung: RB42: Marburg – Frankenberg – Korbach – Brilon

 

„Moderne Eisenbahn – auch auf dem Land!“

Nach einer entspannten Wanderung durch den Nationalpark geht es wieder zurück zur Erdertalbahn, beispielsweise zum Haltepunkt in Schmittlotheim. Auch hier wurde ein neuer Bahnsteig gebaut. Doch am Bahnsteig halten nicht nur Züge: Während an der einen Bahnsteigkante die Edertalbahn hält, wird die gegenüberliegende Kante von den Regionalbussen genutzt. Ein Umsteigebahnhof im Kleinformat! Aber auch die neu angelegten Park & Ride Parkplätze locken zum Umsteigen auf die Bahn. Digitale Anzeiger auf dem Bahnsteig übertragen die aktuellen Informationen, wann der nächste Zug in welche Richtung fährt. „Stadtbahn-Feeling“ in einem Dorf mit knapp 300 Einwohnern!

Schmittlotheim: Moderner Umsteige-Bahnhof im Kleinformat

Schmittlotheim: Moderner Umsteige-Bahnhof im Kleinformat

Nach wenigen Minuten Wartezeit rollt dann auch schon wieder der Zug in Richtung Marburg ein. In der Abendsonne geht es wieder Richtung Süden. Doch nicht nur Wanderer und Naturfreunde nutzen die neue Bahnverbindung. Auch Wochenend-Pendler, Senioren, Schüler und Familien nutzen das Angebot. In den Gepäckablagen zeugen Tüten und Koffer vom Samstagseinkauf oder einer längeren Bahnreise…

 

„Die neue Bahn im Edertal – eine Erfolgsgeschichte“

Alle zwei Stunden verkehrt ein Zug pro Richtung zwischen Korbach und Frankenberg. Die Züge werden meist nach Süden über Frankenberg hinaus bis nach Marburg, im Norden über Korbach hinaus bis nach Bestwig durchgebunden. Dazwischen viele Dörfer, Wiesen und Wälder. Okay, vielleicht etwas weniger Wald als im Bayerischen Wald, dennoch könnte man die Regionen gut miteinander vergleichen. 

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Im Edertal bei Ederbringhausen: Die RB42 auf dem Weg nach Korbach

Als 2015 die 31 Kilometer lange Bahnstrecke wieder durchgehend im täglichen Bahnverkehr reaktiviert wurde, hatte man eine lang klaffende Lücke geschlossen. Die Kleinstädte Frankenberg und Korbach wurden wieder miteinander verbunden, wobei zuvor beide Endstationen für Züge waren. Zugleich bekam der Nationalpark Kellerwald – Edersee eine Bahnanbindung und viele kleinere Dörfer einen attraktiven Nahverkehr zu den benachbarten Städten. Aber auch Kassel, Marburg, Gießen oder Frankfurt am Main rückten ein Stück näher. Das neue Angebot entdecken auch immer mehr Fahrgäste. Nach dem ersten Betriebsjahr wurden im Durchschnitt 440 Fahrgäste täglich gezählt, wobei in den Spitzenzeiten bereits über 700 Fahrgäste an einem Tag unterwegs sind. Der positive Trend setzt sich bis heute fort, sodass mit dem Fahrplanwechsel 2017 der Fahrplan deutlich ausgeweitet wurde. Der Zweistunden-Takt wurde nachmittags zu einem Stundentakt verdichtet. Für die kommenden Jahre sind weitere Ausweitungen des Angebots geplant.

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Blick vom Höhenwanderweg im Nationalpark auf die Bahnstrecke

Weitere Information zum Nationalpark Kellerwald-Edersee

„Ein weiter Weg zur Reaktivierung“

Seit dem 14. September 2015 rollen wieder täglich Züge durch das untere Edertal entlang des Nationalparks Kellerwald und dem malerischen Edersee zwischen Korbach und Frankenberg. Viele Jahre wurde diskutiert, ob sich eine Wiederbelebung der Regionalbahn auf dem Nordhessischen Land überhaupt lohnen könnte. Denn nachdem im Jahr 1987 der letzte Personenzug über die 31 Kilometer lange Strecke rollte, hatte man nicht mehr in den Erhalt der Bahnstrecke investiert. Einige wenige Güterzüge und Sonderfahrten wagten sich in den Folgejahren noch über die marode Strecke. Mehrere Jahre Stillstand folgten, in denen die Forderungen nach einer Reaktivierung immer weiter an Gestalt bekommen haben. Nachdem im Hessischen Landtag deine Wiederbelebung des täglichen Verkehrs beschlossen wurde, folgten ab 2006 Ausflugsfahrten an Sonn- und Feiertagen auf einem Teil der Strecke. Doch nur zwei Jahre später wurden diese Verkehre wieder eingestellt, da ein Gutachten das Projekt wirtschaftlich nicht sinnvoll sah. Trotzdem hatte der Hessische Landtag 2008 erneut eine Reaktivierung des täglichen Bahnverkehrs beschlossen, was aber auch in den folgenden Jahren nicht umgesetzt wurde.

Die Strecke bei Schmidtlotheim


Die Strecke bei Schmittlotheim

Ab 2011 wurde wieder ein regelmäßiger Ausflugsverkehr zwischen Frankenberg und Herzhausen angeboten, um die Wichtigkeit einer täglichen Bahnverbindung im Edertal zu zeigen. Nach einer zweiten Wirtschaftlichkeitsprüfung Ende 2011 kam Anfang 2012 der Durchbruch: Der Nordhessische Verkehrsverbund, die Deutsche Bahn und das Land Hessen einigten sich endgültig auf eine Reaktivierung des täglichen Bahnverkehrs auf der Gesamtstrecke Korbach – Frankenberg. Zwischen 2013 und 2015 wurden knapp 32 Millionen Euro in die Erneuerung und Modernisierung der Edertalbahn investiert. Pünktlich zum 14. September 2015 rollte dann der erste reguläre Personenzug der Eder entlang – mit einem großen Bahnfest in Korbach und mehreren Sonderfahrten zwischen Korbach und Frankenberg wurde am Wochenende zuvor die neue Edertalbahn sowie der modernisierte Bahnhof Korbach eingeweiht.

 

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Rückblick auf die Ilztalbahn-Saison 2017

Liebe Freunde und Förderer der Ilztalbahn,
das ereignisreiche Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu. Zeit, sich noch zuvorderst bei allen ehrenamtlichen Aktiven und allen Unterstützern herzlich zu bedanken! Die Ilztalbahn steht und fällt mit dem unentgeltlichen Einsatz unserer Lokführer, Zugbegleiter, Bahnhofsbediensteten, Infrastruktur- und Marketing-Mitarbeiter. Deshalb wollen wir noch einmal die große Leistung unserer Ehrenamtlichen mit einem kurzen Jahresrückblick würdigen. Besonders möchten wir uns aber bei allen Fahrgästen bedanken, die auch in der vergangenen Saison trotz einiger Schwierigkeiten wieder zahlreich mit der Ilztalbahn unterwegs waren. Mit einer kleinen Vorschau auf die kommende Saison freuen wir uns auf ein Wiedersehen im Mai 2018.
Wir wünschen allen ein frohes Weihnachtsfest, entspannte Feiertage und einen guten Rutsch in das Jahr 2018!

Holzzug
Foto: Holzzug auf der Ilztalbahn

Das war 2017 – ein Jahresrückblick
Im Jahr 2017 feiert die Bahnstrecke von Passau über Waldkirchen nach Freyung ein großes Jubiläum. Seit 125 Jahre existiert diese Bahnverbindung in den Bayerischen Wald. Eine lange Geschichte vom Bau über die Blütezeit bis zur Stilllegung und Wiederbelebung, die auch niedergeschrieben werden musste. Bereits Ende 2016 begann ein Autorenkreis um Karl-Heinz Paulus ‚125 Jahre Ilztalbahn‘ in einem Jubiläumsbuch zu verewigen. Zeitgleich liefen die Vorbereitungen für die Jubiläumssaison auf Hochtouren.

Überraschungen der Natur im Frühjahr…
Am 25. Februar startete nach über zwei Monaten Winterpause die Infrastruktur-Truppe zu ersten Arbeitseinsatz im Jahr 2017. Dabei wurden wieder zahlreiche Bäume verarbeitet, die aufgrund von Schneebruch in den Gleisbereich gestürzt sind. Damals konnte man noch nicht ahnen, wie viele Bäume noch im Laufe des Jahres von den Gleisen zu schaffen sind…
Anfang März konnte die Baustelle in Passau am Bahndamm zur B85 fertiggestellt werden. Nachdem zuvor schon Teile des Bahndamms saniert worden waren, jedoch 2016 erneut Probleme mit der Tragfähigkeit bei Starkregen auftraten, wurde der komplette Bahndamm erneuert. Damit war die Ilztalbahn ab März 2017 wieder durchgehend für den öffentlichen Verkehr freigegeben.

SchadstelleStelzlhof
Foto: Bahndamm bei Passau-Stelzlhof

Ohne ‚unsichtbare‘ Infrastrukturmitarbeiter kein Bahnbetrieb
Noch während den Vorbereitungen für den geplanten Saisonstart im Mai lösten sich in den Ostertagen an einer Böschung in Passau-Patriching mehrere Kubikmeter Erdreich und Geröll und stürzten auf die Gleise. Anfangs bestand noch Hoffnung auf eine schnelle Lösung, doch durch die Instabilität des Erdreichs rutschten innerhalb weniger Tage immer größere Massen ab. Nach der Begutachtung eines Geologen wurde klar, dass der Saisonstart am 13. Mai nicht mehr möglich war. Zudem musste für eine Sanierung ein weiteres Gutachten erstellt werden, denn durch die instabile Lage war die Situation selbst für eine erfahrene Spezialbaufirma eine Herausforderung. Auch während der Bauarbeiten kam es immer wieder zu vereinzelten Rutschungen, womit selbst die Experten der Baufirma keine Prognosen geben konnten, wann der Hang wieder vollständig gesichert ist.
Obwohl die Ilztalbahn seit Mitte April durch den Hangrutsch unterbrochen war, standen die Räder nicht still. Statt Ausflugszügen waren Bauzüge an den Wochenenden unterwegs. Dabei standen die üblichen Arbeiten auf dem Plan, beispielsweise der Grünschnitt, Bauwerkskontrollen und die Instandhaltung von Bahnübergängen.

Hangrutsch
Foto: Hangrutschstelle bei Patriching

125 Jahre Schiene zwischen Passau und Freyung
Am 8. und 9. Juli fand im Zuge des Jubiläums „125 Jahre Ilztalbahn“ ein großes Bahnfest in Freyung statt. Mit Open-Air und Bayern-1-Band, SonnYtag, Infostand und bester kulinarischer Versorgung wurde das Bestehen der Ilztalbahn gefeiert. Ein tolles Wochenende mit viel guter Laune brachte wieder ein großes Stück der so wichtigen Motivation. Zudem waren die Bauarbeiten in Patriching so weit fortgeschritten, dass das gesamte Erdreich von den Gleisen geschafft war und damit Überführungsfahrten ohne Fahrgäste durch die Baustelle möglich wurden. Damit verkehrte zum Bahnfest-Wochenende zum ersten Mal in diesem Jahr ein Personenzug im Ilztal. Nach einem Sonderfahrplan pendelte eine Schienenbus-Garnitur zwischen Freyung und Kalteneck.

Bayern1Band
Foto: Open Air in Freyung

Mitte Juli konnten die Bauarbeiten am Hangrutsch abgeschlossen werden. Somit war die Böschung wieder standsicher. Am 22.Juli folgte dann der finale Arbeitseinsatz vor der kompletten Wiederaufnahme des Ausflugsverkehrs. An diesem Tag standen zahlreiche Helfer bereit, um die letzten Arbeiten am Gleis an der Baustelle in Patriching durchzuführen. Mit stundenlanger Handarbeit wurde jede Schwelle, jede Schraube und jeder Schienenfuß von den letzten Erdresten gereinigt, neuer Schotter eingebracht und die beschädigte Anschlussweiche zur ZF Patriching repariert. Zuvor hatte ein weiterer Arbeitstrupp alle Bahnübergänge zwischen Waldkirchen und Passau umfassend gereinigt. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang waren Ehrenamtliche, der Bauzug sowie unser Zweiwege-Bagger im Einsatz und hatten in einem der längsten Arbeitseinsätze überhaupt die Ilztalbahn wieder durchgehend befahrbar gemacht.

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Foto: Schienenbus an der Hangrutschstelle

Erfolgreicher Neustart Ende Juli
Eine Woche später, am 29. Juli, war es dann endlich soweit: Der Ausflugsverkehr wurde wieder aufgenommen. Pünktlich startete der Agilis-Triebwagen um 07:30 Uhr ins sommerliche Ilztal.

Nach dem erfolgreichen ersten Betriebswochenende wurde die Ilztalbahn um ein Fahrzeug reicher: Am 2. August wurde das neue Arbeitsfahrzeug der Baureihe „Klv54“ von seinem Vorbesitzer der Ostertalbahn per Tieflader zum Bahnhof Waldkirchen überführt und aufgegleist. Mit einer höheren Leistung und einer größeren Kabine erweist das Fahrzeug seitdem guten Dienst und ist für die Instandhaltung der Infrastruktur unentbehrlich.

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Foto: Anlieferung unseres neuen Schwerkleinwagens in Waldkirchen

Neue Überraschungen der Natur
Wie jeden Freitag fand auch am 18. August wieder eine routinemäßige Streckenkontrollfahrt statt. Doch kaum waren die Infrastruktur-Arbeiter zu Hause, bahnte sich ein Unwetter an. In der Nacht von Freitag auf Samstag fegte ein außergewöhnlicher Sturm über die Region hinweg. Besonders im Raum Waldkirchen entstanden zahlreiche Schäden durch umgestürzte Bäume. Häuser wurden beschädigt, Straßen und Schienenwege waren unpassierbar. Dennoch waren bereits erste Helfer der Infrastruktur-Abteilung bereits vor 5 Uhr morgens in Waldkirchen, um sich ein Bild vom Ausmaß der Schäden zu machen. Obwohl ab dem Morgengrauen mehrere Ehrenamtliche gegen umgestürzte Bäume auf den Gleisen kämpften, waren nach mehreren Stunden Arbeit erst wenige Meter der Bahnstrecke frei. Schnell wurde klar, dass an diesem Wochenende kein Zug mehr fahren würde. Das Ausmaß der Schäden war letztendlich so groß, dass erst kurz vor dem darauffolgenden Wochenende alle Bäume vom Gleis geräumt waren, so dass am 26. August der planmäßige Bahnverkehr wieder starten konnte.

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Foto: Baum im Gleis

Schienengüterverkehr erfolgreich angelaufen
Durch den schweren Sturm Mitte August mussten unerwartet große Mengen Schadholz aus dem Bayerischen Wald abtransportiert werden. Durch die langen Transportwege ist der Weg von 100.000 Festmetern Holz über die Schiene wirtschaftlich und zudem durch die entfallenden LKW-Fahrten äußerst umweltfreundlich und nachhaltig. Somit wurden Anfang Oktober alle Verladeanlagen des Bahnhofs Waldkirchen instandgesetzt. Am 9. Oktober war es dann soweit: Nach vielen Jahren fuhr erstmals wieder ein beladener Güterzug von Waldkirchen nach Passau. Seitdem verkehren im Schnitt alle zwei Wochen an mindestens zwei Tagen wieder Güterzüge im Ilztal. Die Holztransporte werden voraussichtlich bis mindestens März 2018 laufen.

Holzverladung
Foto: Holzverladung in Waldkirchen

Der Ausflugsverkehr im September und Oktober verlief erfolgreich und ohne Zwischenfälle. Nach Saisonabschluss fand am 22. Oktober unter der Schirmherrschaft von Staatsminister Helmut Brunner die Festveranstaltung „125 Jahre Ilztalbahn“ im Bürgerhaus Waldkirchen statt. Neben einem Blick auf die Geschichte der Bahnstrecke und vielen interessanten Gesprächen mit Politikern aus der Region wurde auch das im Lichtland-Verlag erschienene Buch „125 Jahre Ilztalbahn – Mobilität in die Zukunft“ vorgestellt. An diesem Wochenende verkehrten zudem nochmals Züge nach einem Sonderfahrplan zwischen Passau und Freyung.

ZugkreuzungWaldkirchen
Foto: Zugkreuzung in Waldkirchen

Diskussionen über den zukünftigen ÖPNV in der Region
Am 24. November lud der Förderverein Ilztalbahn e.V. zur alljährlichen Mitgliederversammlung ein. Erster Tagesordnungspunkt war die Finanzierung des Hangrutsches in Passau Patriching. Die Stadt Passau steuert 50.000 Euro bei, der Restbetrag muss durch den Förderverein gestemmt werden. Im Anschluss an die Mitgliederversammlung konnten wir den anerkannten Verkehrsexperten Prof. Dr. Heiner Monheim begrüßen, der mit einem inspirierenden Vortrag und einer lebhaften Diskussion Konzepte und Strukturen eines funktionierenden ÖPNV auch in ländlichen Regionen vorstellte.

Mit einer gelungenen „Nikolaus-Sonderfahrt“ der Passauer Eisenbahnfreunde zwischen Passau und Neuhausmühle und weiteren Holz-Zügen zwischen 11. und 15. Dezember fanden die letzten Fahrten im Jahr 2017 auf der Ilztalbahn statt.

Ein sehr abwechslungsreiches, anstrengendes, ereignisreiches und lebhaftes Jubiläumsjahr geht zu Ende. „125 Jahre Ilztalbahn“ – Das Jahr 2017 sollte ein besonderes für die Ilztalbahn werden, was es letztendlich auch wurde – mal mehr, mal weniger geplant. Das Jahr brachte viele unvorhergesehene Schwierigkeiten und neue Herausforderungen mit sich. Egal ob Hangrutsch, Unwetter oder die alltäglichen Probleme von Stellwerksstörungen in Passau bis zu technischen Störungen an den Fahrzeugen – manchmal mussten unsere Mitstreiter an die Grenze des Möglichen gehen. Doch am Ende fährt sie doch wieder, die Ilztalbahn, dank der ungebrochenen Unterstützung von zahlreichen engagierten Helfern.
Danke und bis zum nächsten Jahr!

SchienenbusIlztal
Foto: Schienenbus im Ilztal

Wie geht es 2018 weiter?
Am 10. Mai startet der Regelbetrieb in der inzwischen achten Ilztalbahn-Saison. Bis 7. Oktober verkehren dann die Züge jeden Samstag, Sonntag und an ausgewählten Feiertagen. Der Fahrplan wird weiter optimiert, um in den nachfragestarken Sommerferien ein dichtes Angebot zu ermöglichen und den Zugbetrieb in der Vor- und Nachsaison wirtschaftlich zu gestalten. Außerhalb der Sommerferien kommt daher nur ein Triebwagen zum Einsatz. Die Anschlüsse nach Tschechien und zum Nationalpark werden selbstverständlich weiterhin angeboten und optimiert.

Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Saison 2018!

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Änderung der Mitgliedsbeiträge

Wie in unserer Satzung festgelegt ist, setzt sich der Förderverein Ilztalbahn für die betriebsfähige Erhaltung der Bahnstrecke von Passau nach Freyung ein. Deshalb beteiligt sich der Förderverein finanziell an der Sanierung der Hangrutschstelle bei Patriching. Wegen dieser erheblichen Kosten wurde auf der Mitgliederversammlung am 24.11.2017 beschlossen, die Jahresbeiträge wie folgt zu erhöhen:

Jahresbeitrag für Erwachsene: 30 Euro
Senioren (ab 65J.), Jugendliche, Studenten und Auszubildende (bis 25 J.): 15 Euro
Mitgliedschaft „Plus“ (freiwillig): 125 Euro
Mitgliedschaft „Gold“ (freiwillig): 300 Euro

Mit Ihrem Mitgliedsbeitrag können auch Sie dazu beitragen, einen funktionierenden umweltfreundlichen Verkehrsweg für die Zukunft zu sichern. Zum Mitgliedsantrag

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Einladung zur Mitgliederversammlung am 24. November 2017 in Waldkirchen

Liebe Mitglieder,
ich lade Sie herzlich ein

zur Mitgliederversammlung
am Freitag, den 24. November 2017, 19.00 Uhr
in Waldkirchen, Hotel Gottinger

Tagesordnung:
– Hangrutsch Patriching, Finanzierung
– Änderung des Mitgliedsbeitrags
– Rückschau auf die ITB Saison 2017, Vorschau auf 2018
– Verschiedenes, Wünsche und Anträge

Im Anschluss an die MV, um 20.00 Uhr:

Vortrag und Diskussion mit dem renommierten Verkehrswissenschaftler Prof. Dr. Heiner Monheim:

„Die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in dünn besiedelten Grenzregionen. Konzeptionelle und technische Innovationen eröffnen neue Chancen.“

Diese Veranstaltung ist öffentlich, jeder Interessierte ist herzlich zur Teilnahme und Diskussion eingeladen!

Herzliche Grüße
Michael Liebl, Vorstandssprecher, 15. November 2017

Wie immer bei der Herbstversammlung werden zum Verkauf bereit gehalten:
unser beliebter ITB-Wandkalender 2018 (10,00€)
und das aktuelle ITB-Fotobuch: „Die Ilztalbahn, Mobilität in die Zukunft“ (29,80€).

Eine Bitte: der Förderverein ist gemäß seiner Satzung zur „benutzungsfähigen Erhaltung der Bahnstrecke“ verpflichtet. Da gibt es immer viel zu tun. Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie mitarbeiten wollen (z.B. Infrastruktur-Gruppe, Kontakt: R. Fildhuth, oder unter mitmachen@ilztalbahn.eu).

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Ilztalbahn-Kalender 2018

Der Ilztalbahn-Kalender des Fördervereins für 2018 mit 12 schönen Motiven von unserer Bahnstrecke ist ab sofort zum Preis von 10 Euro erhältlich. Mit dem Kauf unterstützen Sie die Erhaltung der Ilztalbahn und des Bahnhofs Waldkirchen.

Der Kalender ist auch bei Bücher Pustet in Passau, Bücher Kunze und Optik Pietzsch in Waldkirchen und Bücher Lang in Freyung erhältlich.

Wenn Sie einen Kalender bestellen möchten, senden Sie bitte eine E-Mail mit Ihrer vollständigen Anschrift an den Förderverein Ilztalbahn und überweisen Sie den Betrag von 10€ pro Kalender plus einmalig 1,45€ Versandkosten auf das Konto des Fördervereins (IBAN DE98 7406 9744 0000 0448 81; BIC GENODEF1GRT; Raiffeisenbank Grainet). Nach Geldeingang senden wir Ihnen den Kalender schnellstmöglich zu.

Kalender 2018

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Erster Holztransport auf der Ilztalbahn

Erster Holzzug Waldkirchen

Am 9.10.2017 wurde an der Laderampe in Waldkirchen zum ersten Mal ein Güterzug mit Holz beladen, dies ist zugleich der erste öffentliche Güterzug auf der Ilztalbahn seit der Reaktivierung.

Viele weitere werden folgen: In den nächsten Monaten soll bis zu dreimal pro Woche Holz aus den sturmgeschädigten Gebieten um Waldkirchen per Bahn zu Zielen in ganz Deutschland und im benachbarten Ausland befördert werden. Der Holztransport auf der Bahn entastet so die Umwelt und die Bundesstraße B12 nach Passau.

Eingesetzt wurde heute die Diesellok 212 242 der Staudenbahn.

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Einladung zur Jubiläumsveranstaltung „125 Jahre Ilztalbahn Passau – Waldkirchen – Freyung“ am 21.10. um 14 Uhr im Bürgerhaus Waldkirchen

Einladung zur Jubiläumsveranstaltung

125 Jahre Ilztalbahn Passau – Waldkirchen – Freyung

Samstag, 21. Oktober 2017, 14.00 Uhr
Waldkirchen, Bürgerhaus

Programm:
• Rückschau in Bildern
• Begrüßung
• Festrede, Staatsminister Helmut Brunner
• Grußworte der Ehrengäste
• Zukunftsperspektiven der Ilztalbahn: Prof. Dr. Thomas Schempf
• Buchvorstellung: Ilztalbahn-Mobilität in die Zukunft
• Stehimbiss
• Musikbegleitung: Jonas&Sebastian

Wir freuen uns, Sie begrüßen zu dürfen.
Michael Liebl
Vorstand des Förderverein Ilztalbahn e.V.

Zur besseren Disposition bitten wir um Mitteilung über Ihre Teilnahme, gerne mit Begleitung, an info@ilztalbahn.net oder Infotelefon Ilztalbahn 08581-9897136.
Anfahrt: Gäste- und Bürgerhaus – Ringmauer Str. 14 – D 94065 Waldkirchen (Tel. 08581-6909301)

Auf der Ilztalbahn fährt an diesem Tag der Schienenbus der PEF. Die Anfahrt mit dem Zug aus Passau ist möglich: Passau ab 11:00, Rückfahrt ab Waldkirchen um 17:40. Zum Fahrplan

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Stammtisch am 15.11. im Waggon in Freyung

Der nächste Stammtisch findet am Mittwoch, den 15.11.17 um 18 Uhr in unserem Waggon in Freyung statt. Alle Ilztalbahnfreunde sind herzlich eingeladen.

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Neues Buch: „Die Ilztalbahn. Mobilität in die Zukunft“ von Karl-Heinz Paulus

Das neue Buch zum 125-jährigen Bahnjubiläum, herausgegeben von Karl-Heinz Paulus, erscheint demnächst im Lichtland Verlag:

Eröffnung, Wiederaufbau, Einstellung und Reaktivierung – die Geschichte der Ilztalbahn ist eine Geschichte von leidenschaftlichem Engagement und intensiver Eisenbahnliebe:
125 Jahre lang fahren die Züge zwischen Passau und Freyung ohne Probleme. Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg werden schwere Schäden rasch wieder ausgebessert. Die endgültige Einstellung 2002 ist nicht von langer Dauer. In Zeiten überfüllter Bundesstraßen und wachsenden Umweltbewusstseins bringen ehrenamtliche Visionäre und freiwillige Helfer die Ilztalbahn wieder auf Schiene – nicht ohne Gegenwind, aber immer mit vollem Dampf und großen Hoffnungen für die Zukunft.

Die Ilztalbahn
Mobilität in die Zukunft
Herausgeber: Karl-Heinz Paulus
ISBN 978-3-942509-63-3
152 Seiten, 27,4 x 21,5 cm
Preis 29,80€

Blick ins Buch

Die Ilztalbahn. Zur Homepage des Lichtland Verlags

Buch Ilztalbahn

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Ilztalbahn fährt seit 29.7. wieder planmäßig

Die Sanierungsarbeiten am Hangrutsch in Passau-Patriching konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Damit steht dem Fahrbeginn am 29. Juli 2017 pünktlich zum Beginn der Schulferien nichts mehr im Wege. Bis 15. Oktober 2017 verkehrt die ehrenamtlich betriebene Ilztalbahn jedes Wochenende zwischen Passau, Waldkirchen und Freyung. Eingesetzt werden moderne Regioshuttle-Triebwagen mit großen Mehrzweckabteilen und Platz für Fahrräder. Am 15. August 2017 (Mariä Himmelfahrt) finden nach einem Sonderfahrplan Fahrten mit dem historischen Schienenbus der Passauer Eisenbahnfreunde statt.

Auch Sie können zur Erhaltung dieser Bahnstrecke beitragen: als Mitglied im Förderverein, mit einer (steuerlich absetzbaren) Spende an den Förderverein Ilztalbahn (IBAN: DE98 7406 9744 0000 0448 81, BIC: GENODEF1GRT) oder durch ehrenamtliche Mitarbeit. Wir freuen uns über jede Unterstützung!

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125 Jahre Ilztalbahn: Bahnfest mit der „Bayern 1 Band“ am 8.7. in Freyung. Sonderzüge Freyung-Kalteneck!

Zum 125-jährigen Jubiläum der Ilztalbahn veranstaltet die Stadt Freyung am Samstag, den 8.7.17 ein großes Open Air mit der „Bayern 1 Band“ am Freyunger Stadtplatz.

Einlass um 18:30 Uhr, ab 19:30 „DJ Joco“, ab 20:30 Livemusik mit der „Bayern 1 Band“.
Eintritt 6 Euro, Vorverkauf in der Tourist-Info Freyung und bei Bücher Lang.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Die Ilztalbahn fährt an diesem Tag zwischen Freyung und Kalteneck bzw. Fischhaus. Für Festgäste gibt es eine Heimfahrmöglichkeit mit dem Zug um 22:30. Zum Fahrplan

Der vom Hangrutsch beschädigte Abschnitt darf leider momentan nur von Leerfahrten befahren werden.

Bayern 1 Band

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Hangrutsch bei Patriching – Ilztalbahn gesperrt, derzeit kein Zugbetrieb möglich

Am Karfreitag sind in einem Einschnitt bei Patriching (zwischen Passau und Tiefenbach, nahe der Zahnradfabrik) größere Mengen Erde auf die Gleise der Ilztalbahn gerutscht. Die Strecke ist deshalb nicht befahrbar.

Die Dampfzugfahrt am 14.5. sowie die planmäßigen Fahrten mit Dieseltriebwagen im Mai müssen leider entfallen.

Wann der planmäßige Zugbetrieb auf der Ilztalbahn beginnt, wird auf der Homepage der Ilztalbahn GmbH und in der Lokalpresse bekenntgegeben.

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Dampfzug auf der Ilztalbahn am 14.5. ENTFÄLLT

Wegen eines Hangrutsches bei Patriching muss die am 14.5. geplante Dampfzugfahrt leider entfallen.

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Einladung zur Jahreshauptversammlung am 6.4. in Röhrnbach

„Nur noch ein Bahnanschluss kann diese Gegenden vor der völligen Verödung retten“ (aus Bittschriften um 1870). Im Jahr 1892 wurde die Lokalbahn Passau-Freyung auf der ganzen Strecke in Betrieb genommen.

Liebe Mitglieder,
ich lade Sie herzlich ein

zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins Ilztalbahn e.V.
am Donnerstag, den 06. April 2017, 19.30 Uhr
im Posthotel (Dafinger), 94133 Röhrnbach, Marktplatz 1, Saal

Tagesordnung:
– Bericht des Vorsitzenden
– Kassenbericht des Schatzmeisters
– Bericht der Kassenprüfung und Entlastung der Vorstandschaft
– Bericht des Geschäftsführers der ITB GmbH
– Aussprache zu den Berichten
– Ergänzung der Beitragstabelle
– 125 Jahre Ilztalbahn
– Verschiedenes, Wünsche und Anträge

Herzliche Grüße

Michael Liebl, Vorstandssprecher, 15. März 2017

Eine Bitte: Der Förderverein ist gemäß seiner Satzung zur „benutzungsfähigen Erhaltung der Bahnstrecke“ verpflichtet. Da gibt es immer viel zu tun. Die Strecke muss von Bewuchs freigehalten, Durchlässe gereinigt und Bahnübergänge gepflegt werden.
Für diese und viele andere Aufgaben brauchen wir aktive Mitglieder. Bitte melden Sie sich bei uns, wenn Sie mitarbeiten wollen (Infrastruktur-Gruppe, Kontakt: Reinhard Fildhuth, oder E-Mail an mitmachen@ilztalbahn.eu).

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Ehrenamtliche des Förderverein Ilztalbahn stellen sich vor

„Entspante Arbeit, die sinnvoll ist“

Seit 2011 fahren jedes Wochenende von Mai bis Oktober wieder Züge zwischen Passau und Freyung. Dafür engagieren sich jedes Jahr viele Ehrenamtliche aus dem Förderverein Ilztalbahn in zahlreichen Arbeitsstunden. Einige von ihnen gaben vor kurzem Einblicke in ihre Arbeit bei der Ilztalbahn im Onlinemagazin „Da Hog’n“:

Ehrenamt bei der Ilztalbahn: „Entspannte Arbeit, die sinnvoll ist“

 

Sie wollen auch mitmachen? Wir würden und freuen, Sie bald in unserer Ilztalbahn-Familie begrüßen zu dürfen!

Mehr Informationen und Kontakt unter: mitmachen@ilztalbahn.eu

 

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Ilztalbahn – Aktive besuchen Go-Vit in Viechtach

Am Sonntag, den 20.11.2016 machten sich ca. 40 aktive Mitglieder des Fördervereins Ilztalbahn mit der Waldbahn von Grafenau und Plattling aus auf den Weg nach Viechtach. Zusammen mit Dieter Seipel, Mitglied des Vereins Go-Vit genoss man die Fahrt auf der reaktivierten Bahnstrecke zwischen Gotteszell und Viechtach. Er begleitete den Ausflug mit zahlreichen interessanten Informationen rund um die Bahnstrecke sowie der Stadt Viechtach. Nach einer entspannten Bahnfahrt durch das Regental stand in Viechtach der Besuch der Stadtpfarrkirche sowie die Ausstellung im Alten Rathaus „Phantastische Kunst – Hommage an die Alten Meister“ auf dem Plan. Abgerundet wurde der Tag durch ein gemeinsames Essen im Blossersberger Keller. In zahlreichen interessanten Gesprächen diskutierten die Mitglieder der beiden Vereine über die Situation der Eisenbahn im Bayerischen Wald. Dabei ging es auch um die aktuellen Probleme des Probebetriebs zwischen Gotteszell und Viechtach, beispielsweise der noch immer nicht fertiggestellte Weg von der Firma Rohde & Schwarz zur gleichnamigen Haltestelle oder der schlechte Zustand des Viechtacher Bahnhofvorplatzes. Um 15:37 Uhr ging es dann wieder zurück nach Gotteszell und weiter nach Grafenau und Plattling.

Mehr Informationen zu Go-Vit unter: www.go-vit.d

Ilztalbahn-Aktive in GotteszellDie Ilztalbahn-Aktiven zusammen mit Mitgliedern des Vereins Go-Vit in Gotteszell vor der Abfahrt nach Viechtach (rechts: Dieter Seipel (Go-Vit), zweiter von links: Michael Liebel (Vorsitzender der Fördervereins Ilztalbahn), Thomas Schempf (Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH))

 

(Christoph Fleissner, Bild: Hermann Schoyerer)

 

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PNP: „Minister-Lob für die Ilztalbahner“

Staatsminister Helmut Brunner war Gast bei der Herbstversammlung des Fördervereins Ilztalbahn in Freyung. Er meinte dort an die „Bahnerer“ gerichtet: „Sie haben einen langen Atem bewiesen und der Erfolg gibt Ihnen Recht. Mit Ihrem Mobilitätskonzept setzen Sie auch Chancengerechtigkeit um, die wir im Landesentwicklungsprogramm Bayern als Entwicklungsziel verankert haben.“ Das habe auch entscheidende Auswirkung auf die Vitalität und die Attraktivität eines ländlichen Gebietes.

Brunner: „Wenn sich eine Region verkehrspolitisch nicht abhängen lassen will, dann gehört ein funktionierender Zugverkehr dazu. Und ich sage Ihnen meine Unterstützung zu.“

Vor diesen Aussagen des Ministers begrüßte Fördervereinsvorsitzender Michael Liebl seine anwesenden Vereinsmitglieder und der Geschäftsführer der ITB GmbH, Prof. Dr. Thomas Schempf, gab einen kurzen Saisonrückblick: „Wie auch im Jahr 2015 fuhren 2016 Regio-Shuttles der Eisenbahnunternehmen ‚Waldbahn‘ und ‚Agilis‘, die bei Engpässen unproblematisch durch Schienenbusse der Passauer Eisenbahnfreunde ergänzt werden konnten.“ Leider sei es nach einem „hervorragenden Saisonstart“ dann im Juni/Juli durch die kurzfristig verfügte Sperrung der rutschungsgefährdeten Stelle nahe Stelzlhof sowie Unwetterschäden im Raum Waldkirchen zu erheblichen Beeinträchtigungen gekommen, die alle Mitarbeiter stark strapazierten. Abgeschwemmte Maisfeldböden und mehrere große Bruchbäume blockierten die Strecke und manche Bahnübergänge.

Schempf weiter: „Emotional und auch betriebswirtschaftlich können wir im Rückblick aber auf eine sehr gute Bilanz der zweiten Saisonhälfte zurückblicken – das lässt die Auf und Ab’s der ersten Saisonhälfte in den Hintergrund treten.“

Brunner bezog klar Stellung: „Die Potenzialanalyse ist der Schlüssel zum Erfolg. Ein „Ja, aber …’ reicht da nicht aus. Da müssen noch einige Kommunalpolitiker offenbar zum Glück gezwungen werden!“ Die Kommunen im ländlichen Raum werde in Zukunft – insbesondere angesichts des demografischen Wandels − noch weit mehr Herausforderungen in puncto Mobilität zu meistern haben.
Brunner erklärte, er verstehe die Reaktivierung der Ilztalbahn als große Chance für die Region, „wenn auch zu deren Realisierung noch viel Aufklärungs- und Informationsarbeit notwendig zu sein scheint“. Jetzt geht es darum, auf der ganzen Linie Passau-Freyung „Harmonie“ herzustellen und ein zwischen Bahn und Bus abgestimmtes partnerchaftliches Konzept auszuarbeiten, „dem sich kein vernünftiger Mensch verschließen kann.“

Quelle: Passauer Neue Presse, 10.11.2016

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Sinntalbahn zwischen Jossa und Wildflecken ist Geschichte

Die Bahnstrecke Jossa – Bad Brückenau – Wildflecken existiert nicht mehr.  Seit Jahren gab es zahlreiche Diskussionen um die Zukunft der 30 Kilometer langen Lokalbahn in der Rhön. Bis zuletzt hatte sich die Interessengemeinschaft Sinntalbahn – Kreuzbergbahn  für eine Reaktivierung stark gemacht. Man wollte die Strecke nach Vorbild der Ilztalbahn für den Ausflugsverkehr nutzen. Die Gemeinden entlang der Sinntalbahn favorisierten hingegen den Bau eines Radwegs auf der Bahntrasse. Nachdem ein Pachtvertrag zwischen der Rhein-Sieg-Eisenbahn und der DB Netz AG scheiterte und die Entwidmung der Bahnlinie durch das Zurückziehen des Einspruchs seitens der Staudenbahn rechtskräftig wurde, begann Ende Oktober 2016 der Abbau der Gleise.

Geschichte der Sinntalbahn                                                                                                 Die Eröffnung der Strecke fand in einem ersten Abschnitt zwischen Jossa (Anschluss an die Nord-Südbahn) am 9. Oktober 1891 statt, die Verlängerung nach Wildflecken zum späteren Truppenübungsplatz folgte zum 17. Dezember 1908. Die Pläne für eine Durchbindung nach Bischofsheim an die weiterführende Strecke nach Bad Neustadt wurden durch den Ersten Weltkrieg verhindert und später nicht mehr weiterverfolgt. Nach Beseitigung von Kriegsschäden des Zweiten Weltkrieges – hierzu zählte die Eisenbahnbrücke bei Jossa – verkehrten seit den 27. Oktober 1951 wieder durchgehende Züge. Schon in den 1960er Jahren wurde der Wochenend-Personenverkehr auf Busse verlagert. Bis um 27. Mai 1988 konnte sich dennoch der bescheidene Reisezugverkehr, abgewickelt durch Schienenbusse der Baureihe 798/998, halten. Der Güterverkehr mit seinem verbliebenen Bahnhof Wildflecken erlebte sein Ende zum 4. Februar 2002.
Seit Oktober ist die Sinntalbahn leider Gesichte. Die Mediengruppe Oberfranken berichtete während es Abbaus über die Reaktionen aus der Kommunalpolitik, z.B. erklärte der Landrat des Kreises Bad Kissingen, Thomas Bold: „Wir freuen uns, dass der Antrag zurückgezogen wurde und die Entwidmung der Sinntalbahnstrecke somit rechtskräftig wurde. Wenn damit dem Wunsch der betroffenen Gemeinden, des Landkreises und der Region Rechnung getragen wird und der Weg für die Umnutzung frei ist, ist das natürlich positiv.“ Brigitte Meyerdierks, Vorsitzende Rhönallianz, ergänzte: „Das freut mich natürlich, dass es doch jetzt so schnell geht“. Andrea Schallenkammer, Kurdirektorin aus Bad Brückenau, ergänzte: „Aus touristischer Sicht genial“, Schallenkammer geht bei der Umsetzung der Radwegeplanung von einer Steigerung der Gästezahlen um zehn Prozent aus.

Mehr zur Sinntalbahn in der kommenden Ausgabe 6/16 des „schienenbus“ (www.der-schienenbus.de)

 

Aus der Sicht des Fördervereins Ilztalbahn ist der Abbau der Sinntalbahn sehr bedauerlich. Ähnlich der Bahnstrecke zwischen Passau und Freyung hätte man durch eine sinnvolle Verknüpfung von Bahn und Rad ein attraktives Angebot für Touristen und Ausflügler schaffen können. Zugleich hat man sich die Möglichkeit verbaut, im Sinne des Denkmal – und Umweltschutzes ein nachhaltiges Verkehrsmittel  für die Zukunft zu erhalten.

 

(09.11.2016, Christoph Fleissner, Bilder: David Grolms)

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Einladung zur Mitgliederversammlung am Di 8.11.16 in Freyung (zu Gast ist Minister Helmut Brunner)

„Künftige Generationen werden uns dafür noch dankbar sein“
(Staatsminister Helmut Brunner bei der Eröffnung des Bahn-Probebetriebs Gotteszell-Viechtach).

Liebe Mitglieder,

als eine „Investition in die Zukunft“ sieht Staatsminister Helmut Brunner den Regelverkehr auf der Bahnstrecke Gotteszell-Viechtach. In den beiden letzten Jahren hat es auch bezüglich der Ilztalbahn zahlreiche positive Signale aus der Politik gegeben.

Ich freue mich, dass der Staatsminister, in dessen Stimmkreis der Endbahnhof Freyung liegt, unserer Einladung zur Mitgliederversammlung gefolgt ist.

Ich lade Sie herzlich ein zur
Mitgliederversammlung des Fördervereins Ilztalbahn e.V.
am Dienstag, den 8. November 2016, 19.00 Uhr
im Gh. Passauer Hof, 94078 Freyung, Stadtplatz 21

Tagesordnung:

– Rückschau auf die vergangene Saison, Vorschau auf 2017
– Zukunftsträchtiger Nahverkehr im ländlichen Raum, Diskussion mit Staatsminister Helmut Brunner
– Jubiläumsjahr 2017, 125 Jahre Bahn Passau-Freyung
– Verschiedenes, Wünsche und Anträge

Herzliche Grüße
Michael Liebl, Vorstandssprecher, 24. Oktober 2016

PS.: Der Wandkalender 2017 liegt zum Verkauf bereit!!!

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Stammtisch am 7.12.16 in unserem Waggon in Freyung

Der nächste Stammtisch findet am Mittwoch, den 7.12.16 um 18 Uhr in unserem Waggon in Freyung statt. Alle Ilztalbahnfreunde sind herzlich eingeladen.

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Bahnfahren zwischen Gotteszell und Viechtach ist wieder möglich

Sie fährt wieder!
Bahnfahren zwischen Gotteszell und Viechtach ist wieder möglich
Bericht: Christoph Fleissner, 05.10.2016

bahnsteig-gotteszell

Urlauber erwarten entspannt die Einfahrt des Zuges. Sie wollen an diesem warmen Septembermorgen einen Ausflug nach Viechtach machen. Dann ist es so weit: der grün-gelbe Triebwagen rollt auf Gleis 1 des Bahnhofs Gotteszell ein. Fast gleichzeitig trifft gleich daneben die Waldbahn nach Plattling ein. Reisende eilen auf dem Bahnsteig zwischen den beiden Zügen umher…

Es scheint fast so, als wäre es schon immer so gewesen. Dabei ist es kaum drei Wochen her, seitdem wieder reguläre Nahverkehrszüge auf der Bahnstrecke zwischen Gotteszell und Viechtach verkehren. Zumindest für die nächsten zwei Jahre werden die Triebwägen der „Waldbahn“ zum alltäglichen Anblick gehören. In diesem Zeitraum soll erprobt werden, ob auch genügend Fahrgäste die Bahn nutzen.
Nach einigen Minuten Aufenthalt in Gotteszell trifft der Zug der Linie „WBA1“ ein. Ein paar Fahrgäste eilen über den Bahnsteig, um weiter in Richtung Viechtach zu fahren. Kurz darauf geht es dann los. Langsam rollt der Triebwagen aus dem Bahnhof. Zwei laute Pfiffe kündigen an: „Die Waldbahn kommt!“. Noch etwas befremdlich blicken die Fahrer am Bahnübergang aus ihren Autos, während der Triebwagen weiterfährt. Im Zug sitzen Touristen, die interessiert aus dem Fenster die vorbeiziehende Landschaft beobachten. Zwei ältere Herren haben es sich hinter dem Mehrzweckbereich gemütlich gemacht. In Teisnach finden die Zugkreuzungen statt, denn nur so ist der angebotene Stundentakt auf der eingleisigen Strecke möglich. Im Gegenzug sitzen deutlich mehr Fahrgäste, die sich – wie man durch die Fenster erkennen kann – angeregt miteinander unterhalten.

zugfenster-regentalbahn

Alles wird für eine 100%ige Streckensicherheit unternommen

Ein Lokführer geht zielsicher zu einem grauen Kasten der Sicherungsanlage, die eigens für den Probebetrieb eingerichtet wurde. Zeitgleich steigt eine junge Familie zu und die Kinder „angeln“ sich sofort einen Fenstersitzplatz. Langsam geht es über den per Hand durch einen Posten gesicherten Bahnübergang am Kreisverkehr weiter. Eine technische Sicherung mit einer teuren Schrankenanlage ist momentan nicht vorgesehen, solange es noch Ungewissheit über die Fortsetzung des Bahnbetriebs in zwei Jahren gibt. Diesen „Basis-Charakter“ erkennt man auch an allen Haltestellen zwischen den Endbahnhöfen. Kurz hinter Teisnach schlängelt sich die Bahn in das enger werdende Regental. Nach einem kurzen Tunnel beginnt der landschaftlich schönste Abschnitt der gesamten Bahnstrecke. Neugierig blicken die Kinder aus dem Fenster und entdecken auch gleich eine Gruppe von Kanufahrern, die aus ihren Booten heraus dem Zug zuwinken. Es dauert nicht mehr lange, und der Zug fährt mit leichtem Rumpeln über die Weichen in den Bahnhof Viechtach ein. Fast alle Fahrgäste verlassen den Zug und gehen den Hang hinauf in Richtung Stadtmitte.

Bahnbetriebswerk der Regentalbahn

Durch ein geöffnetes Tor sieht man Arbeiter im „Blaumann“ um hier im seit Jahrzehnten ansässigen Bahnbetriebswerk der Regentalbahn Servicereperaturen für „Regioshuttles“ zu erledigen. Kurz darauf verlässt „unser“ Shuttle den Bahnhof wieder Richtung Gotteszell.

Schüler im Zug – wie wenn‘s noch nie anders gewesen wäre

Ein paar Stunden später, zur Mittagszeit, stehen zahlreiche Schüler am Bahnhofsgebäude in Viechtach und warten, von ihren Smartphones abgelenkt, auf den „Schülerzug“. Einige kommen zu Fuß angerannt, andere sitzen in einem Bus, der auf dem Werksgelände wartet. Der Schülerverkehr ist dabei ein Thema, das im Vorlauf der Reaktivierung zu vielen kontroversen Diskussionen geführt hat. Neue Verkehrsmöglichkeiten sind ganz natürlich erst einmal ungewohnt und bedürfen einer Umgewöhnungsphase aller Beteiligten. Die Schüler, so scheint es, haben sich bereits mit der Bahn angefreundet. „Schaut‘s amoi, da kummt unsa Zug!“ hört man aus der Menge. „Fahr‘n wir heut noch mit dem nach Deggendorf?“ Auch wenn sich für manche Schüler der Schulweg verlängert hat, können diese beispielsweise mit dem „Schüler-Freizeit-Ticket“ für 20 Euro pro Monat schnell und günstig nach der Schule überall im Waldbahnnetz unterwegs sein. An den soeben eingefahrenen Triebwagen aus Gotteszell werden zwei weitere angekuppelt. Während die Schüler den Zug stürmen, steht ein älterer Herr auf dem Bahnsteig und meint: „Gut so, Viechtach ist wieder per Schiene von überall erreichbar!“.

bahnhof-viechtach

Fahrgastzählungen werden noch länger zum Alltagsbild gehören
Eine „offiziell“ wirkende junge Frau zählt die Reisenden und macht sich Notizen. Mit knapp 100 Fahrgästen setzt sich das Shuttle in Bewegung, ein Großteil davon sind Schüler. Die freuen sich offensichtlich über den beginnenden Nachmittag und nutzen den Freiraum im Waggon ausgiebig. Die Bahnmitarbeiterin, die für die Zählung der Fahrgäste verantwortlich ist, ist mit dem Fahrgastaufkommen der letzten Tage durchaus zufrieden. „Vor allem am Wochenende war richtig was los hier. Die Züge waren oft bis zum letzten Platz besetzt“.

An jeder Haltestelle steigen nun ein paar Schüler aus. Erst in Teisnach warten wieder Ausflügler auf die grün-gelben Fahrzeuge. Auch zwei Reisende mit großen Koffern steigen zu. Der Gegenzug aus Gotteszell ist ebenfalls gut besetzt. Auch wenn es keine Menschenmassen sind, die Bahn wird angenommen. Ob jedoch die von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft geforderten 1000 Fahrgäste pro Tag letztendlich auch erreicht werden, steht noch in den Sternen. Sicher ist jedoch, dass die Bahn ein Gewinn für die gesamte Region ist. Vor allem Pendler, Senioren, Schüler und Studenten können nun einfacher Deggendorf, Passau oder Regensburg erreichen und das umweltfreundlich und stressfrei ohne Auto. Auch Touristen werden nun kostengünstig und bequem die Stadt Viechtach erkunden oder im Regental wandern.

Nach einem kurzen Stopp in Teisnach fährt die Triebwagengarnitur mit einem leichten Ruck los. Nebenan reiht sich Auto an Auto, die Fahrer warten ungeduldig, bis der Zug über den Bahnübergang den Ort verlassen hat.
Es dauert nicht mehr lange, und die Fahrt auf der 25km langen Bahnstrecke geht mit der Einfahrt in den Bahnhof Gotteszell zu Ende. Einige Fahrgäste blicken suchend nach ihrem Anschlusszug Richtung Deggendorf/Plattling.
Es scheint fast so, als wäre es schon immer so gewesen…

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Foto vom Stammtischausflug nach Buchwald – nächster Stammtisch am 28.9.16 im Waggon

stammtischausflug2016

Acht Mitglieder des Freyunger Ilztalbahn-Waggonstammtisches machten am 14.9.16 einen Ausflug nach Bučina / Buchwald zum Hotel Alpská vyhlídka.

Der nächste Stammtisch findet am 28.9. in unserem Waggon in Freyung statt, alle Ilztalbahnfreunde sind herzlich eingeladen.

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Historischer Schienenbus der PEF am 15.8. auf der Ilztalbahn

Am Montag, den 15.8.16 fährt wieder der historische Schienenbus (Baureihe 798) der Passauer Eisenbahnfreunde auf der Ilztalbahn. Solche Fahrzeuge waren hier auch bis zur Betriebseinstellung 1982 im täglichen Einsatz.

Es gelten die normalen Fahrpreise, den Fahrplan finden Sie unter www.ilztalbahn.eu/fahrplaene/nostalgiefahrten.html.

Eröffnung der Ilztalbahn 17.7.2011

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